Zelda - Breath of the Wild 2: Darum entsteht die Fortsetzung zu Breath of the Wild

von René Wiesenthal (Mittwoch, 19.06.2019 - 11:56 Uhr)

Dass es eine direkte Fortsetzung zu Breath oft he Wild gibt, ist nicht selbstverständlich. Wie es dazu kommt, dass das Spiel entwickelt wird, erklärt der leitende Entwickler hinter dem Projekt.

Mit diesem stimmungsvollen Trailer wurde das Sequel angekündigt:

Es ist ein Novum im Zelda-Universum: Der jüngste Serienteil The Legend of Zelda – Breath of the Wild bekommt einen direkten Nachfolger. Da es bisher nur einen kurzen Teaser gibt (den ihr euch oben anschauen könnt), stammen die meisten Berichte über Details zum Spiel aus dem Reich der Spekulationen. Jason Schreier von Kotaku reichert diese nun mit etwas Handfesterem an. In einem Interview erfuhr er unter anderem, wie es dazu kommt, dass Nintendo sich für eine direkte Fortsetzung entschieden hat.

Der Grund dafür ist, wenn man so will, "zu viel" Kreativität. Wie es im Bericht heißt, habe Zelda-Produzent Eiji Aonuma Schreier im Gespräch auf der E3 mitgeteilt, es hätte zu viele Ideen für DLCs zu Breath of the Wild gegeben.

Neu in der Zelda-Serie war nämlich auch, dass mit dem Erscheinen von Breath of the Wild erstmals kostenpflichtige Zusatzinhalte für ein Zelda-Spiel entwickelt wurden – eine Praxis, die mit Mario Kart 8 überhaupt erst Einzug bei Nintendo gehalten hat. Offensichtlich gab es also Pläne, weitere DLCs zu Breath of the Wild zu veröffentlichen, die aber so umfangreich waren, dass sie nun in einem eigenständigen Spiel umgesetzt werden. Nicht Wenige dachten zu Beginn der Ausstrahlung des Teasers zum BOTW-Nachfolger auf der E3 2019 tatsächlich erst an die Ankündigung eines neuen Story-DLCs.

Ebenfalls erfreulich ist, dass sich Aonuma im Gespräch mit Schreier ebenso gegen sogenannte Chrunchtimes ausspricht – also extreme Überstunden auf dem Weg zur Finalisierung eines mit Release-Datum versehenen Spiels. Aonuma sagt dazu, dass die Mitarbeiter bei Nintendo im Vordergrund stünden und lieber Verschiebungen hingenommen werden als Crunchtime zu forcieren.

Tatsächlich ist Nintendo in der Vergangenheit im Vergleich zu anderen Unternehmen positiv herausgestochen, wenn es um Überstunden im Entwicklungsprozess geht. Die Veröffentlichung von Breath of the Wild wurde mehrfach weit nach hinten geschoben. Wann ihr mit dem Release von The Legend of Zelda - Breath of the Wild 2 rechnen könnt, ist noch völlig unklar.

Fans der Serie wird es vermutlich freuen, dass Nintendo auf diese Weise mit dem großen Potenzial umgeht, anstatt all die Ideen unter den Tisch fallen zu lassen. Und vermutlich hätte der Konzern tatsächlich einigen Spielern irgendwann vor den Kopf gestoßen, wenn er entschieden hätte, immer weiter kostenpflichtige Zusatzinhalte zu veröffentlichen.

Tags: E3  

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