Xbox-Chef: "Wir sind kein Ort der freien Meinungsäußerung"

von Ove Frank (21. Juni 2019)

Die Ausdrucksweise vieler Menschen im Internet, sowie das Thema Frauenfeindlichkeit, Homophobie und Rassismus, werden derzeit viel diskutiert. Xbox Chef Phil Spencer hat sich in diesem Zusammenhang vor kurzem in einem Aufsatz dazu geäußert und hat klare Ansichten.

Am 20. Mai 2019, im Vorfeld der diesjährigen E3, veröffentlichte Phil Spencer einen Aufsatz mit knapp 1200 Worten, in dem er über seine Absichten schreibt, ein „sicheres und vereinendes Gaming-Umfeld für jeden“ zu schaffen. Mit Kotaku sprach er jetzt in einem Interview über den Inhalt.

In diesem Aufsatz, der den Titel „Videospiele: Eine vereinende Kraft für die Welt“ trägt, merkt Spencer an, dass der wachsende kulturelle Einfluss, den Videospiele mit sich bringen, gerade in dieser Zeit besonders stark sei, da im digitalen Raum das Problem bezüglich Beleidigung, Fanatismus und Frauenfeindlichkeit immer größer werde.

Von daher wolle sich Spencer dafür einsetzen, die Online-Sicherheit zu verstärken. Es gelte das Potenzial zur Zweckentfremdung auf den verschiedenen Plattformen zu erkennen und schnell gegen diese Probleme vorzugehen. Für Hass und Belästigung seien im Gaming kein Platz.

Xbox-Chef Phil Spencer bezieht Stellung gegenüber Hass und Beleidigungen im Internet.Xbox-Chef Phil Spencer bezieht Stellung gegenüber Hass und Beleidigungen im Internet.

Man plane neue Methoden zur Mäßigung einzusetzen, die zunächst für die Xbox Live Clubs und später für alle Xbox-Nutzer gelten werden. „Xbox Live ist keine Plattform der freien Meinungsäußerung.“, sagte Spencer, „Es ist kein Ort, zu dem jeder kommen und einfach alles sagen kann.“ So rechtfertigte Spencer diesen Schritt.

Eine Inspiration seien die Kontrollsysteme für Eltern, die dafür sorgen, dass diese verhindern können, dass ihre Kinder alles zu Gesicht bekommen. Xbox-User sollen diese Einstellung für sich selbst anwählen können, sodass sie in einen Raum kommen, in welchem beleidigende Kommentare und Spieler geblockt werden.

Durch die Sucheinstellungen sollt ihr dann diese Räume auswählen können, in denen gegen unangemessene Ausdrucksweisen und Beleidigungen aktiv vorgegangen werden. Dafür bräuchte es allerdings Moderatoren der sogenannten Clubs, die sichergehen, dass sich alle an die „Regeln“ halten.

Der Xbox-Chef gab an, dass man schon recht weit in der Konzeption und Entwicklung sei: „Wir haben einen Phasenplan und bauen diesen immer weiter aus, und dazu gehört, dass wir uns die Konstrukte ansehen, die wir für die Kinder-Konten erstellt haben“ Bereits Ende des Jahres sollen diese Möglichkeiten für alle Xbox-User verfügbar sein.

Tags: E3  

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