Epic Games: Exklusiv-Spiele sind einzige Möglichkeit, etwas zu ändern

von Sören Wetterau (27. Juni 2019)

Es ist eines der großen Themen von 2019 unter PC-Spielern: Der Epic Games Store und der Erwerb von exklusiven Spielen. Auf Twitter hat Epic-Chef Tim Sweeney nun erneut die Vorgehensweise verteidigt.

Borderlands 3-Spieler genießen im Epic Store bestimmte Vorzüge:

Ob Metro - Exodus, Borderlands 3 oder viele weitere Spiele: Im Laufe des Jahres hat sich Epic Games für die eigene Vertriebsplattform zahlreiche (zeit-)exklusive Deals gesichert. Ein Ende solcher Abmachungen ist vorerst nicht in Sicht, wie der Geschäftsführer Tim Sweeney auf Twitter andeutet.

Trotz zahlreicher Kritik aus der PC-Community sei der Weg von Epic Games am Ende für alle Spieler beziehungsweise für die gesamte Branche profitabel. Laut Sweeney sind die exklusiven Spiele der einzige Weg, um den Status-Quo von 70/30 zu beenden. Der Epic-Chef spielt damit auf die Umsatzbeteiligung an, bei der Steam und andere digitale Vertriebsplattformen 30 Prozent der Umsätze erhalten. Im Epic Games Store sind es hingegen nur zwölf Prozent.

"Diese Frage steht im Mittelpunkt der Strategie von Epic, im Konkurrenzkampf mit dominierenden Wettbewerbern zu bestehen. Wir glauben, dass Exklusivität die einzige Strategie ist, die den Status Quo von 70/30 in einem Umfang ändern wird, der groß genug ist, um die gesamte Spieleindustrie dauerhaft zu beeinflussen."

In der Vergangenheit, so Sweeney weiter, hätten andere Herausforderer wie UPlay oder Origin es nicht geschafft, die Dominanz von Steam zu brechen, obwohl sie zum Beispiel über mehr Funktionen als der Epic Games Store verfügen. Aus diesem Grund setzt Epic Games auf Exklusiv-Spiele. Das System funktioniert:

"Dies führt zu einer Strategie von Exklusiv-Spielen, die, obwohl sie bei begeisterten Steam-Spielern unbeliebt sind, funktionieren, wie es die großen Publisher-Vertriebsplattformen und die wichtigsten Veröffentlichungen des Epic Games Stores im Vergleich zu ihren früheren Steam-Umsatzerwartungen und ihren tatsächlichen Konsolenverkäufen zeigen."

Über neue oder spezielle Features könne man Steam als Marktführer schlichtweg nicht ablösen. Zudem würden schlussendlich eben alle Spieler davon profitieren, wenn sich der Umsatzsplit von 88/12 durchsetzt. Diese Aufteilung könnte laut Sweeney dafür sorgen, dass Spiele langfristig günstiger angeboten werden. Dabei sei es unerheblich, ob sich der Epic Games Store selbst durchsetzt oder der Konkurrenzkampf für ein Umdenken bei anderen Anbietern sorgt.

Spieler, die eventuell darauf gehofft haben, dass der Epic Games Store in naher Zukunft die Exklusiv-Taktik aufgibt, dürften von den neuen Äußerungen enttäuscht sein. Es scheint so, als wäre das Thema noch lange nicht vorbei.

Tags: Steam  

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