Elite - Dangerous: Videospiel-Community hilft sterbendem Jugendlichen

von Tom Lubowski (Freitag, 05.07.2019 - 12:29 Uhr)

Seit Jahren hatte Michael mit einen langen Leidensweg - Eine Chance auf Heilung gab es für den an Krebs erkrankten Jungen nicht mehr. In seinen schwierigsten Zeiten gab ihm allerdings sein Lieblingsspiel Elite - Dangerous Kraft und Freude - und darüber hinaus auch eine ganze Menge mehr.

Auch bereits verstorbene Personen finden so ihren Weg zurück in Elite - Dangerous:

Michaels traurige Geschichte wurde von seinem Onkel Mat Westhorpe auf dessen Homepage dokumentiert. In einem Akt der Verzweiflung setzte Mat einen Tweet ab, welcher den desolaten Zustand des Jungen dokumentierte. Was aber auf diese Kurzmitteilung folgte, war mehr als nur überraschend.

Michael, der Zeit seines Lebens ein großer Videospielliebhaber gewesen war, zockte am liebsten das Weltraum-Multiplayer-Epos Elite - Dangerous. Während seiner letzten Tage, auf der Onkologiestation, meldete sich die Community-Managerin Paige Harvey auf das Schreiben von Mat.

Diese erklärte, sie hätten den entsprechenden Tweet gelesen und werde sich nun auf die Suche nach diversen Goodies in den Räumlichkeiten der Entwickler machen, welche Michael zukommen sollten. Bereits am kommenden Tag besuchte Harvey zusammen mit ihrer Kollegin Sally Morgan-Moore den todkranken Jungen. Die beiden überreichten ihm eine Tüte mit Präsenten aus dem Hause des Entwicklers, darunter ein von vielen Mitgliedern des "Elite - Dangerous"-Team signiertes Poster. Diese Geschichte schlug so große Wellen, dass sogar der Guardian darüber berichtete.

Quelle: Westhorpe.comQuelle: Westhorpe.com

Auch von Seiten der Spieler wurde Michael regelrecht umworben. Als sein gesundheitlicher Zustand die Runde machte, boten nicht wenige an, Michael auf seinen Weltraummissionen zu begleiten. Aus all der Teilnahme schöpfte Michael neue Kraft. Neben den vielen Stunden die er in Elite - Dangerous verbrachte, plante er aufgrund seines besser werdenden Zustands einen Besuch beim Entwickler Frontier Studios.

Trotz Einwäde seiner Ärzte hielt Michael an dem Vorhaben fest, musste allerdings darauf verzichten als sich sein Zustand wieder rapide verschlechterte. Die zunehmenden Schwellungen in seinem Gesicht ließen ihn nicht mehr richtig die Augen öffnen, was seine Sicht erheblich einschränkte. So konnte er auch nicht mehr wie gewünscht spielen.

Die Reihen der Unterstützen waren mittlerweile jedoch so dicht, dass bereits ein neues Projekt auf dem Plan stand: Drew Wagner, Herausgeber von Fantastic Books Publishing, verfasste innerhalb eines Tages ein 7000-Wörter Drehbuch, welches die Weltraumabenteuer von Michael behandelt.

Richard Reed, Jay Britton und Amelia Tyler legten unterdessen eine mehrstündige Reise hin, um die entsprechenden Zeilen einzusprechen. In seinen letzten Stunden lauschte er der eigens für ihn angefertigten Aufnahme der Geschichte. Am 22. Mai 2019, im Alter von nur 15 Jahren, verstarb Michael schließlich.

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