A Way Out: Leitender Entwickler kritisiert God of War und Red Dead Redemption 2

von Manuel Karner (08. Juli 2019)

In einem Interview äußerte sich Josef Fares, leitender Entwickler des Koop-Spiels A Way Out, zu God of War und Red Dead Redemption 2. Seiner Meinung nach wären beide Spiele zu lang und repetitiv.

Verpasst nicht den Trailer zu God of War:

Auf der diesjährigen Messe und Konferenz Gamelab in Barcelona gab Josef Fares in einem Interview mit Venture Beat seine Meinung zu den Anwärtern des "Game of the Year"-Awards 2018 kund. Nominiert waren neben Assassin's Creed - Odyssey, Celeste, Spider-Man und Monster Hunter - World natürlich auch God of War und Red Dead Redemption 2. Den Preis abräumen konnte schließlich der Action-Kracher God of War. Nicht Josef Fares' Wahl, wie er in dem Gespräch beteuert:

"Wie ich bereits gesagt habe, spiele ich alle Games da draußen. Mein persönliches Spiel des Jahres war eigentlich Spider-Man. Das heißt nicht unbedingt, dass ich God of War nicht mochte. Ich denke, dass God of War ein großartiges Spiel war. Aber ich fühlte mich in gewisser Weise mehr mit Spider-Man verbunden.

Ich glaube, der Grund, warum God of War gewonnen hat und nicht Red Dead, ist, dass God of War einige Risiken eingegangen ist, die wirklich cool waren. Cory und das Team haben etwas Erstaunliches zustande gebracht [...]".

Ihm zufolge hätte Red Dead Redemption 2 im Vergleich mit God of War den Kürzeren gezogen, weil das Western-Epos zu lang und repetitiv sei. Dasselbe wirft der leitende Entwickler hinter dem Koop-Spiel A Way Out aber auch God of War vor:

"Rockstars Red Dead Redemption 2 ist in vielerlei Hinsicht ein großartiges Spiel. Ein bisschen zu lang, wenn ihr mich fragt, ein bisschen zu repetitiv im Missions-Design. Man geht raus, erschießt etwas und geht zurück. Ich denke, das ist einer der Gründe, warum God of War gewonnen hat.

Nochmal: Was Spiele anbelangt, bin ich sehr allergisch gegen Wiederholungen in der Spielmechanik. Ich fand, dass sowohl God of War als auch Red Dead etwas zu lang gedauert haben. Ich brauchte eine kürzere Erfahrung. Ich denke, das ist der Grund, weshalb mich Spider-Man etwas mehr überzeugen konnte. Besonders bei Red Dead verliere ich nach einer Weile die Lust. Es war so lang! Wer hat die Zeit dafür? Ich habe nicht mal Kinder - Könntet ihr diese Spiele spielen? Wer beendet solche Games heutzutage?".

Außerdem sieht Josef Fares ein großes Problem darin, wenn Videospiele nicht mehr durchgespielt werden. Der Wiederspielwert sei seiner Meinung nach nicht so wichtig wie die Spielerfahrung:

"Darüber sollten wir auch noch reden. [...] Leute sagen zu mir 'Oh Mann, A Way Out, 50 Prozent der Spieler haben haben dein Spiel durchgespielt' - sollte ich mich darüber freuen? Seid ihr absolut verrückt? Das ist, als würde man einen Film drehen und die Hälfte der Leute verlässt das Kino! Wir haben ein ernsthaftes Problem mit Leuten, die unsere Spiele nicht durchspielen [...]. Wenn jemand mit mir über den Wiederspielwert spricht, werde ich Ohrfeigen verteilen. [Lacht] Wir sollten uns zuallererst auf einmalige Erfahrungen konzentrieren. Das regt mich nur auf".

God of War wurde zum besten Spiel des Jahres 2018 gewählt und hat außerdem zwei weitere Preise in "Best Game Direction" und "Best Action-Adventure Game" abgestaubt. Red Dead Redemption 2 musste sich mit zwei Preisen in folgenden Rubriken zufrieden geben: Beste Erzählung und beste Partitur/Musik.

Tags: Singleplayer   Multiplayer  

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