No Man's Sky: Macher äußert sich zu Problemspielen wie Anthem und Fallout 76

von Matthias Kreienbrink (10. Juli 2019)

Als No Man's Sky im August 2016 erschien, war die Rezeption alles andere als gut. Doch im Laufe der Monate hat das Team hinter dem Spiel das scheinbar Unmögliche geschafft: Heute hat das Spiel viele Fans. Der Macher des Spiels, Sean Murray, äußerte sich nun zu Spielen wie Anthem oder Fallout 76, die ähnlich verrissen werden.

Sollten wir Spiele kaufen, für die Entwickler gelitten haben?

Was ist passiert?

Es gibt sicherlich einige unter euch, die Freude haben mit Fallout 76 und Anthem. Doch schaut man sich User-Wertungen und Kritiken an, stellt man fest: Beide Spiele sind weit unter den Erwartungen geblieben, haben mit einigen, teils massiven Problemen zu kämpfen. Die Veröffentlichungen dieser beiden Spiele erinnern also an den Launch von No Man's Sky, welches im August 2016 auf starke Kritik gestoßen ist.

Da No Man's Sky aber wie kaum ein anderes Spiel die Kurve gekriegt hat und heute ein durchaus vergnügliches Erlebnis ist, ist es naheliegend, dem Macher des Spiels die Frage zu stellen, welche Tipps er den Entwicklern von Bethesda oder Electronic Arts geben würde.

Wie die Kollegen von Gamesradar berichten, hat Sean Murray sich nun im Rahmen der Entwickler-Konferenz in Brighton zu genau diesem Thema geäußert.

Sein Tipp: Am besten sei es, nach einem katastrophalen Launch erstmal still zu sein und zu arbeiten. "Wir haben [nach der Veröffentlichung von No Man's Sky] zwei Jahre nicht mit der Presse und drei Monate nicht zur Community gesprochen", erzählt er. Das sei zwar schwierig gewesen, doch habe er erkannt, dass er zu diesem Zeitpunkt einfach nicht die Glaubwürdigkeit besessen habe, um vertrauenserweckende Äußerungen machen zu können. Stattdessen sollten die Entwickler lieber Taten sprechen lassen als ihre Kapazitäten damit zu erschöpfen, endlos über das zu sprechen, was sie machen wollen.

Wieso ist das wichtig für euch?

Es kommt immer wieder vor, dass Spiele veröffentlicht werden, die nicht euren Ansprüchen genügen. Gerade sogenannte "Games as a Service"-Spiele, die über mehrere Jahre laufen und immer neue Inhalte bringen wollen, sind am Anfang noch recht unausgegoren.

Darum wird es in Zukunft wohl immer wichtiger werden, wie Entwickler und Publisher mit diesem Zustand umgehen. Gehen sie in die kommunikative Offensive und geben Details über zukünftige Pläne bekannt? Oder halten sie sich zurück und zeigen mit ihren Updates, dass sie gewillt sind, das Spiel besser zu machen?

Schlussendlich dürften diese Strategien auch mitentscheiden, wie ihr euch zu diesen Spielen verhalten werdet. Ist es wirklich richtig, "Games as a Service"-Spiele direkt zum Release zu kaufen? Und wie ist es möglich, den Publishern klar zu machen, was euch gefällt - und was nicht?

Meinung

Ich kann den Tipp von Sean Murray nicht ganz nachvollziehen. Für ihn und sein Indie-Studio mag es richtig gewesen sein, sich ganz auf die Arbeit zu konzentrieren und die Kommunikation auszusetzen. Doch handelt es sich bei Spielen wie Anthem und Fallout 76 um Produktionen von Studios, bei denen hunderte Menschen arbeiten - vertrieben von millionenschweren Publishern. Ich denke, dass diese Firmen in der Pflicht stehen, den Konsumenten mitzuteilen, ob sie ihre Spiele am Leben halten werden - und wie. Daher denke ich, dass beides wichtig ist: Die Arbeit als solche, das Liefern von Updates und Patches und die Kommunikation. Nur sollten halt nicht Dinge versprochen werden, die dann nicht einzuhalten sind.

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