G2A: Key-Seller will seine Seite zukünftig sauber halten

von Micky Auer (15. Juli 2019)

Der digitale Martkplatz G2A mit Sitz in Hongkong hat keinen guten Ruf. Das ist vor allem dem Umstand geschuldet, dass Key-Wiederverkäufe oft recht undurchsichtig sind. Das soll sich jetzt angeblich ändern.

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Es vor wenigen Tagen hat ein Entwickler verkündet, dass er es vorziehen würde, wenn seine Spiele geklaut werden, anstatt dass man sie auf G2A.com kauft. So schlecht ist der Ruf des Key-Resellers. Und das hat seine Gründe.

Allzu oft stand der Name mit fragwürdigen Verkäufen in Verbindung, allzu oft gingen die angebotenen Codes zum Beispiel auf einen Kreditkartenbetrug zurück. Im Endeffekt entstand für Entwickler ebenso wie für die Käufer nur Schaden. Jetzt wollen die Betreiber der Seite dieses Problem lösen: Es soll ein Tool etabliert werden, das es verifizierten Entwicklern erlaubt, bestimmte Keys vom Verkauf auszuschließen. Dazu müssten sie nur die Keys in eine Eingabemaske kopieren, um sie aus dem Verkauf zu nehmen. In der Theorie könnte das skrupellose Betrüger durchaus ausbremsen.

Die Firma wollte diesen Schritt jedoch nicht ohne die Zusammenarbeit mit Entwicklern tätigen. 100 Spieleentwickler sollen aufgefordert worden sein, ihr Interesse an einem solchen Tool bis zum 15. August 2019 zu bekunden. Denn, so behauptet G2A, die Entwicklung dieses Tools sei "zeitaufwendig und teuer", wie die Kollegen von Gamasutra berichten.

Das sieht auf den ersten Blick zwar gut aus, jedoch würden dadurch grundlegende Probleme, die von Entwicklerstudios bemängelt werden, auch weiterhin unbehandelt bleiben. Denn obwohl G2A versprochen hat härter gegen Wiederverkäufe, die auf gestohlenen Zahlungsmitteln basieren, vorzugehen, würde das angepriesene Tool diese keinesfalls verhindern. Stattdessen sollen betroffene Entwickler selbst sozusagen "in Nachbearbeitung" die Probleme beheben, die andere verursacht haben.

Auch zeigt sich G2A zögerlich, Entwickler ganze Spiele vom Wiederverkauf ausschließen zu lassen. Die Behauptung, die dieser Entscheidung zugrunde liegt, lautet: "Beide Seiten haben valide Punkte in der Debatte." Alles in allem werden User wohl auch in Zukunft mit unrechtmäßig erworbenen Keys konfrontiert werden, wenn auch vielleicht nicht mehr in einer so hohen Frequenz wie zuvor.

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