Borderlands 3 | Take Two lässt Streamer von Privatdetektiven besuchen

von Tom Lubowski (09. August 2019)

Ungewollte Leaks sind vielen ein Dorn im Auge. Take Two Interactive machte sich mit seinen jüngsten Reaktionen allerdings ziemlich unbeliebt: Einem Streamer, welcher öffentlich zugängliche Informationen zu Borderlands 3 besprach, hetzte das Unternehmen zwei Privatdetektive auf den Hals.

Diesen Kreaturen könnt ihr in Borderlands 3 begegnen:

Was wir bisher wussten

Alles begann mit einem offiziellen und frei verfügbaren Video zu Borderlands 3, in dem einige Twitch-Usernamen zu sehen waren. Der YouTuber SupMatto, ebenso wie auch andere aufmerksame User, abonnierten daraufhin die entsprechenden Kanäle. Einige Tage später folgten dann dort auch schon die ersten Inhalte (Der Standard berichtet).

Offenbar testeten die Entwickler hier in über vier Stunden Streaming-Material einige Social-Elemente des Spiels, wie etwa die Möglichkeit, Freunden Waffen zuzuschicken oder durch das Anschauen von Livestreams In-Game-Währung zu verdienen. Viel vom Spiel gab es nicht zu sehen, da es sich hauptsächlich um Aufnahmen des Spielanfangs handelte. Einiges vom gezeigten Material verriet aber anscheinend doch mehr als es Take Two lieb war. Der fragliche Kanal war auch auf privat gestellt, jedoch wurden immer wieder aktualisierte Thumbnails gezeigt, die SupMatto und anderen YouTubern als Diskussionsgrundlage dienten.

Was ist neu?

Als Take Two davon Wind bekam, dass die entsprechenden Twitch-Inhalte sich wie ein Lauffeuer im Netz verbreiteten, ließ der Publisher das Videomaterial schnell wieder verschwinden. Allerdings nicht schnell genug, denn SupMatto und andere YouTuber haben die Inhalte bereits gesichert und besprachen diese nun auf ihren YouTube-Kanälen. Offenbar sollten jedoch nicht alle Inhalte bis ins Detail untersucht werden.

Thumbnails zeigten unter anderem den Skill-Tree einer Spielfigur, die Charakterauswahl und lieferten eines kurzen Einblick ins Intro des Waffenhändlers Marcus Kincaid - sehr zum Leidwesen von Take Two. Obwohl diese Inhalte bereits vielerorts im Netz zu sehen waren, war SupMatto schließlich derjenige, der den Zorn von Take Two zu spüren bekam.

Nachdem sein Video, in dem er besagte Spielinhalte besprach, mehrmals von YouTube gelöscht worden war und auch seine YouTube- und Discord-Kanäle zwischenzeitlich offline waren, bekam er obendrein Besuch von zwei Privatdetektiven, engagiert von Take Two - allesamt Maßnahmen, welche ein weiteres Verbreiten unterbinden sollten.

Einige reddit-User zögern aufgrund dieser Aktion seitens Take Two nun, was den Kauf von Borderlands 3 angeht, denn die Reaktionen auf diese Maßnahmen sind alles andere als positiv. Doch Entwickler Gearbox Software musste sich schon zuvor Kritik aussetzen, denn das Spiel soll für den PC Exklusiv im Epic Games Store erscheinen.

Ein Publisher offenbart frei zugängliche Informationen, beschließt ihm Nachgang, dass er das doch nicht gut findet und schüchtert Menschen ein, die darüber reden. Was haltet ihr von dieser durchaus fragwürdigen Vorgehensweise? Lasst es uns gerne in den Kommentaren wissen!

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