Swatting | So will die Polizei von Seattle das Problem lösen

von Tom Lubowski (Freitag, 23.08.2019 - 12:06 Uhr)

Swatting ist immer noch ein großes Problem, speziell innerhalb der amerikanischen Streaming-Szene. Die Polizei von Seattle will nun aber eine Lösung gefunden haben, um dem üblen Trend Einhalt zu gebieten!

Was wir bisher wussten

Der Begriff Swatting beschreibt das Alarmieren der örtlichen Polizei unter Vorspiegelung falscher Tatsachen - wie beispielsweise einer Schießerei - welche ein SWAT-Team ausrücken lässt. Diese schwerbewaffnete Spezialeinheit stürmt dann das genannte Gebäude und geht dabei nicht unbedingt zimperlich vor. Besonders beliebte Swatting-Opfer sind Streamer, denn so wird das Spektakel dann für die ganze Welt sichtbar im Internet übertragen.

Auch Fortnite-Turniersieger Kyle Giersdorf wurde Opfer eines Swatting-Vorfalls:

Nicht selten kommt es dabei zu schlimmen Folgen. Zwar kam das jüngste Opfer, der erst sechzehnjährige Fortnite-Champion Kyle Giersdorf, noch glimpflich davon, weil ihn ein Beamter erkannte, für einen jungen Mann namens Andrew Finch ging die Sache allerdings tödlich aus: Der Achtundzwanzigjährige wurde aufgrund der Falschmeldung vom Einsatzteam erschossen.

Was neu ist

In Seattle hat man sich deshalb überlegt, wie ein solches Vorgehen unterbunden werden könne (Der Standard berichtet). Dort hat die Polizei nun ein Anti-Swatting-System eingeführt, welches besonders von Swatting-Angriffen gefährdeten Personen die Möglichkeit bietet, ihre Adresse bei der Polizei zu hinterlegen.

Sollte unter Angabe der hinterlegten Adresse ein Vorfall gemeldet werden, welcher ein SWAT-Team ausrücken lassen würde, so geht die Truppe weitaus vorsichtiger vor, um eventuelle Schäden bei einer Falschmeldungen zu verhindern.

Verantworlich für das System zeichnet ein nicht näher bekannter Mann. Im Gespräch mit dem amerikanischen Technik-Magazin Wired erklärte er: "Swatting ist wirklich angsteinflößend. Du kannst gerade beim Abendessen mit deiner Familie sitzen und plötzlich brüllt dich das Swat-Team mit gezogener Waffe an."

Offenbar findet diese Anti-Swatting-Maßnahme großen Anklang, denn auch in anderen US-Bundesstaaten soll das System zukünftig eingesetzt werden. Bis aber mit einer flächendeckenden Anwendung zu rechnen ist, könnte es noch eine ganze Weile dauern. Vor allem in ländlichen Regionen würde sich die Einführung eines ähnlich automatisierten Systems als schwierig erweisen.

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