Starbound | Ehemalige Entwickler sollen nicht bezahlt worden sein

von Benjamin Keller (Dienstag, 03.09.2019 - 15:42 Uhr)

Ehemalige Entwickler, die am Spiel Starbound von Chucklefish gearbeitet haben, sagen, dass ihnen hunderte Arbeitsstunden nicht bezahlt wurden. Sie behaupten, ihre Unerfahrenheit wurde ausgenutzt.

Was wir bisher wussten

Starbound ist ein Sandbox-Action-Spiel, welches in der Alpha-Phase bereits am 4. Dezember 2013 erschien und das am 22. Juli 2016 von Chucklefish veröffentlicht wurde. Das Spiel gewann den "Best Indie-Game 2013"-Award. Jetzt erheben Entwickler Vorwürfe, dass sie für hunderte Arbeitstunden nicht bezahlt wurden.

Was neu ist

Damon Reece, der von 2012 bis 2014 an Starbound mitgearbeitet hat und für die Lore zuständig war, hat laut eigenen Aussagen viele Arbeitsstunden in das Projekt investiert, die ihm seitens Chucklefish nicht vergütet worden sind:

„Ich habe meine Entwickler-Karriere damit begonnen, fast zwei Jahre lang an Starbound zu arbeiten. Ich war 16. Ich habe hunderte von Stunden gearbeitet und habe dafür nicht einen Cent bekommen, während die Firma einen riesigen Profit basierend auf meiner und der Arbeit dutzender anderer unbezahlter Leute generiert hat.“

Reece sagt außerdem, Finn Brice, der Chef von Chucklefish, hat nicht nur ihn bewusst ausgenutzt, sondern auch andere beteiligte Entwickler.

„Als die Beta im Dezember 2013 veröffentlicht wurde und Millionen Exemplare verkauft wurden, fand das Management von Chucklefish es immer noch akzeptabel, seine Angestellten nicht zu bezahlen, um das Game fertig zu stellen“, sagt Reece, der heute für 59 Games arbeitet und bereut, dass er nicht früher seinen Standpunkt klargemacht hat.

Chucklefish hat ein Statement dazu abgegeben, wie Polygon berichtet:

"Die Anschuldigungen aus der frühen Entwicklungsphase gegen uns sind uns bewusst. Die Core Crew und die Community waren durch den Chat verbunden und alle opferten ihre Freizeit. Niemand war gezwungen Content zu kreieren, Deadlines einzuhalten oder nach Stunden zu arbeiten."

Rho Watson, Gründer von Ilgoosoft, lässt allerings auch kein gutes Blatt an seinem alten Arbeitsgeber, wie ebenfalls auf Polygon nachzulesen ist:

"Chucklefish war ein schrecklicher Ort zum Arbeiten. Mobbing und grausame Scherze waren an der Tagesordnung."

Andere ehemalige Mitarbeiter reihen sich ebenfalls ein. Ein Ende der Geschichte ist noch nicht abzusehen, eine Einigung scheint aktuell auch noch in weiter Ferne zu liegen, zumal auch Aussage gegen Aussage steht.

Für die Situation mit Chucklefish und den ehemaligen Angestellten gibt es wohl handfeste Beweise. Nicht so für die Verschwörungstheorien, auf denen diese Spiele basieren. Erkennt ihr das Spiel anhand der Verschwörung?

Wie seht ihr das? Würdet ihr umsonst für einen Entwickler arbeiten, auch wenn das Spiel Einnahmen in Millionenhöhe erzielt? Kann man das noch mit Leidenschaft rechtfertigen, es als Sprungbrett in die Branche bezeichnen oder sonst irgendwie gutheißen? Speziell in einer Zeit, in der die Industrie sich zum Beispiel wegen Crunch Time und Sexismus in der Kritik sieht. Schreibt uns eure Meinung dazu gerne in die Kommentare!

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