Ghost Recon Breakpoint | Mikrotransaktionen verärgern Spieler

von Henry Hoffmann (Mittwoch, 02.10.2019 - 13:01 Uhr)

Für Spieler ist das vermutlich größte Reizwort in der Videospielszene aktuell "Mikrotransaktionen". Und vor denen scheint auch Tom Clancy's Ghost Recon: Breakpoint nicht sicher zu sein, wie jetzt Bilder auf Reddit zeigen.

Was wir bisher wussten

Ghost Recon Breakpoint ist bereits jetzt für Spieler zugänglich, die die Ultimate- oder Gold-Version gekauft haben. Bis zur Veröffentlichung konntet ihr bereits die Open Beta spielen und davor haben manche bereits die Closed Beta anzocken dürfen. Es gibt einige positive Verbesserungen, aber auch einige Kritikpunkte in dem neuen Spiel der "Ghost Recon"-Reihe.

Was neu ist

Ein Post auf Reddit von User "Blink8704" sorgt momentan für viel Wut unter "Ghost Recon"-Fans. Blink hat auf Reddit Screenshots vom "In-Game"-Laden von Ghost Recon: Breakpoint veröffentlicht. Diese Screenshots zeigen, dass viele Dinge mit sogenannten Ghost Coins erworben werden können. Klingt erst mal nicht schlimm, oder? Der Unmut entsteht dadurch, dass diese Ghost Coins mit Echtgeld gekauft werden können.

Das sind nur ein paar von den Dingen, die ihr euch mit Echtgeld kaufen könnt.Das sind nur ein paar von den Dingen, die ihr euch mit Echtgeld kaufen könnt. (Quelle: Reddit/Blink8704)

Nun sind diese Ghost Coins nicht "nur" für Skins ohne spielerische Relevanz gedacht: Auf den Screenshots ist auch zu sehen, wie einige Vorteile im Spiel kaufbar sind. Auf dem Bild erkennt ihr zum Beispiel Mündungen, Magazine und Visiere. Auch ganze Waffen sollen mit Echtgeld erwerbbar sein. Es ist also möglich, sich einen großen Vorteil mit Echtgeld zu erkaufen, klassisch für ein "Pay 2 Win"-Konzept.

Viele Reddit-User lassen ihrer Wut in den Kommentaren des Posts freien Lauf und einige überlegen sogar, das Spiel zu boykottieren. Nachdem es gut aussah für den neuen Teil, scheint jetzt die große Enttäuschung für viele Spieler zu kommen.

Meinung

Ich persönlich war bis jetzt immer ein großer Fan der "Tom Clancy"-Spiele und gerade Ghost Recon mit seinen taktischen Aspekten war ein Favorit. Aber bereits Wildlands hat mich etwas hängen gelassen. Umso mehr habe ich mich eigentlich auf Ghost Recon: Breakpoint gefreut in der Hoffnung, dass Ubisoft aus seinen Fehlern lernt.

Nun, gelernt hat der Publisher durchaus. Aber jetzt begeht er neue Fehler. Ich bin mir ziemlich sicher, hätte sich Ubisoft gegen Mikrotransaktionen im Spiel entschieden, hätte Ghost Recon: Breakpoint der absolute Knüller werden können. Aber noch ist es ja nicht zu spät für Änderungen. Ich gebe jedenfalls noch nicht die Hoffnung auf und warte darauf, was die nächsten Tage bringen werden.

Aktuell wird der Videospielmarkt nur so geflutet von Mikrotransaktionen, was für viel Frust bei Zockern sorgt. Das neue Spiel der Ghost Recon Reihe scheint auch nicht dagegen geschützt zu sein. Selbst "Pay to win" ist enthalten. Es ist wirklich schade zu sehen, dass der Fokus weniger auf Kritik von Spielern zu liegen scheint, als auf dem Willen, riesige Umsätze mit kleinem Geld zu scheffeln.

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