Twitch | Erster Streamer unter Vertrag

von Henry Hoffmann (Mittwoch, 02.10.2019 - 17:06 Uhr)

Der erste Streamer auf Twitch erhält einen Arbeitsvertrag und das gleich über mehrere Jahre. Was erst mal völlig normal klingt, bringt einige sehr große Änderungen für die Streaming-Plattform mit sich.

Was wir bisher wussten

Der ehemalige und überaus erfolgreiche Twitch-Streamer Ninja hat angekündigt ausschließlich auf "Mixer", dem Microsoft-Konkurrenten von Twitch, zu streamen. Er hinterließ somit 14 Millionen Fans, sofern diese ihm nicht gefolgt sind. Dies war ein ziemlicher Schock für Twitch, da Ninja einer der berühmtesten Streamer ist und somit auch eine große Einnahmequelle darstellt.

Das kommt jetzt

Nachdem Ninja zu Mixer gewechselt ist, hat Twitch jetzt "NICKMERCS" unter Vertrag genommen, und das gleich für mehrere Jahre, so die Berichterstattung von theScore esports auf YouTube. Das ist ein sehr großer Schritt für die Unterhaltungsindustrie, denn dieser Vertrag bedeutet ein regelmäßiges Einkommen für den Streamer.

Auf der einen Seite bedeutet das, dass Streamer sich nicht mehr komplett verausgaben müssen und dennoch Gefahr laufen, am ende pleite zu gehen.

Viele vergessen oft, dass sogenannte "Content Creators" (Streamer, YouTuber, Vlogger) stark von Spenden und Zuschauerzahlen abhängig sind. Heißt im Umkehrschluss: Wenn man in diesem Berufsfeld krank wird, zu "langweilig" ist oder in den Urlaub fährt, kann das für einen Content Creator sehr teuer werden. Die besten Beispiele dafür findet man oft in Interviews, in denen Content Creator extreme (wenn auch selber entwickelte) Arbeitszeiten angeben.

Auf der anderen Seite hat das aber auch negative Folgen. Kleineren Streamern ohne Vertrag wird es schwerer fallen, Berühmtheit (und damit finanzielle Sicherheit) zu erlangen oder sie werden eventuell demotiviert durch das oben genannte Problem, weil Neueinsteiger noch mehr arbeiten müssen, um sich gegen die großen Streamer mit Vertrag durchzusetzen.

Vor allem stellt sich für andere Streamer jetzt die Frage, ob und wann sie auch einen Vertrag bekommen. Daraus könnten große Kosten für Twitch entstehen.

Meinung

Aktuell verfolge ich einige Content Creators, die erzählen, wie schwer es ist, in diesem Beruf finanziell wirklich sicher zu sein. Ein Vertrag ist da natürlich die Gelegenheit, sich abzusichern. Vielleicht nicht nur das, sondern es zeigt, dass "Videospiele spielen" irgendwo auch als Beruf anerkannt wird.

Ich freue mich total für den Streamer, und wie es schon ganz am Ende des Berichtes hieß: "The ball is rolling, and it ain't stop anytime soon." Twitch hat eine Tür mit vielen Optionen geöffnet, die sich erst mal nicht schließen wird. Für die Streamer ist es fast nur von Vorteil.

Ein persönliches Anliegen habe ich aber auch an euch liebe Leser: Egal wie sehr ihr Fan von einem Content Creator seid: Spendet wirklich nur, wenn ihr das Geld übrig habt und es nicht für eure eigenen Bedürfnisse benötigt

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