Twitch | Streamer dürfen Streamingdienst höher verklagen

von Florian Rudolph (Donnerstag, 03.10.2019 - 09:34 Uhr)

Wer sich nicht an die Regeln hält, hat die Konsequenzen zu tragen. So beruft sich auch der Streamingdienst Twitch auf seinen Regeln und sanktioniert Streamer, die sich nicht an diese halten. In einem Gerichtsverfahren gegen den gebannten Streamer Phantoml0rd hat ein Gericht jetzt jedoch dem Streamer das Recht zugesprochen.

James "PhantomL0rd" Varga hatte aufgrund von Glücksspiel einen Rechtsstreit mit Twitch.James "PhantomL0rd" Varga hatte aufgrund von Glücksspiel einen Rechtsstreit mit Twitch.

Was wir bisher wussten

Am 19. Juli 2016 wurde der Twitch-Kanal von Streamer und YouTuber James "PhantomL0rd" Varga gelöscht, nachdem er eine Website besaß, auf der man Glücksspiele mit Waffen-Skins für Counter Strike: Global Offensive durchführen konnte. Er streamte manipulierte Glücksspiele von seiner Seite auf der Streaming-Plattform und wurde daraufhin gesperrt.

In der Öffentlichkeit wurde er dabei nie als Seitenbetreiber erwähnt, da zwei seiner Freunde das Geschäft abwickelten. Ein Hacker, der sich finanziell bereichern wollte, klaute jedoch Skype-Chat-Verläufe von PhantomL0rd, die belegen konnten, dass er Teilhaber der Seite ist.

Im Anschluss an seine Verbannung war vom Streamer für einige Zeit nichts mehr zu hören. Einige Jahre später entschied er sich jedoch dazu Twitch zu verklagen und gegen seine Verbannung vorzugehen.

Was neu ist

Varga konnte sich nun in seinem ersten Gerichtsverfahren gegen Twitch durchsetzen. Ein Richter in San Francisco hat geurteilt, dass er, anders, als sein Vertrag mit Twitch es zulassen würde, den Dienst sogar auf Schadensersatz von mehr 50.000 US-Dollar verklagen kann.

Der Anwalt von Varga stuft die Konsequenzen des Urteils noch weitreichender ein:

"Dies ist nicht nur für Herrn Varga eine wichtige Entscheidung, den vollen Ausgleich für die Verluste fordern zu können, die er durch die unrechtmäßige Kündigung von Twitch erlitten hat, sondern auch für Hunderte, wenn nicht Tausende anderer Streamer, die Verträge mit Twitch unterzeichnet haben, sollten sie in ähnlicher Weise zu Unrecht von den Administratoren der Plattform herausgegriffen und von ihrer Haupteinnahmequelle abgeschnitten werden."

Nun, knapp 600 Tage nach seiner Verbannung von Twitch, beschreibt der Richter die finanzielle Obergrenze für Schäden, die in seinem Vertrag festgelegt wurde, als „zu hart und unangemessen und zu unfair einseitig“.

Die einen beschweren sich über unzulässiges Glücksspiel, die anderen über zu wenig Schandensersatz. In diesem Quiz gibt es auch Beschwerden, aber über Spiele. Könnt ihr erraten, um welche es sich dabei handelt?

Es bleibt abzuwarten, wie sich dieses Urteil auf eventuell weitere Verfahren gegen Twitch auswirken wird. Sicher ist jedoch, dass sich mit diesem Urteil die Möglichkeiten erweitern gegen den Streaming-Dienst aufgrund von unrechtmäßiger Verbannung vorzugehen. Wie steht ihr zu dem Thema? Schreibt uns eure Meinung gern in die Kommentare.

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