Nach blitzchung-Bann | Blizzard verhindert, dass Spieler Accounts löschen

von Tom Lubowski (Freitag, 11.10.2019 - 10:22 Uhr)

Der Hearthstone-Profispieler Ng "blitzchung" Wai Chung sorgte mit seinen Protest-Äußerungen für Aufsehen. Das entging auch Blizzard nicht. Der Entwickler zieht nun die Konsequenzen aus dem Vorfall - und unterdrückt offenbar die eigene Community.

blitzchung hat die Geschichte mit seinem Protest ins Rollen gebracht - mit heftigen Konsequenzen.blitzchung hat die Geschichte mit seinem Protest ins Rollen gebracht - mit heftigen Konsequenzen.

Was wir bisher wussten

Der Profispieler blitzchung hat während eines Hearthstone-Streams von Blizzard vor laufender Kamera die Worte "Befreit Hongkong" gerufen und damit politisch Flagge bekannt.

Blizzard reagierte mit der sofortigen Beendigung der Stream-Übertragung, einer Sperre für blitzchung und fristlosen Entlassung zweier Interviewer. Die entsprechende Aufzeichnung des Streams ist bereits von Blizzard Taiwan gelöscht worden.

Während blitzchung von allen Seiten Unterstützung erhält, will nun auch die Community ihrem Protest Ausdruck verleihen. Blizzard unternimmt allerdings bereits Gegenmaßnahmen, wie die Kollegen von GameRant berichteten.

Was neu ist

Blizzards heftige Reaktionen auf blitzchungs Äußerungen stoßen nun auf starken Gegenwind: Der Hearthstone-Caster Brian Kibler trat zurück und auch die Community scheint aufgewühlt zu sein. Nicht wenige versuchen aus Protest, ihr Blizzard-Konto zu löschen - jedoch ohne Erfolg.

Spieler, die dies versuchten, erhielten einen Fehlercode, so auch die Twitter-Nutzerin Charlotte Mather. Diese gab an, sie habe ihren Account samt Statistik löschen wollen, erhielt aber nur eine Nachricht, dass dies aufgrund zu vieler Versuche nicht möglich sei.

Ein anderer Nutzer gab an, er habe bei der Löschanfrage die Aufforderung erhalten, seinen Regierungsausweis vorzulegen. Offenbar handelt es sich hierbei um Maßnahmen seitens Blizzard, um der drohenden Löschwelle Einhalt zu gebieten.

Wie User via Reddit schreiben, hat das Unternehmen ebenfalls den Battle Tag "FreeHongKong" auf die Ban-Liste gesetzt, um auch diese Protestmöglichkeit zu verhindern.

Das ist jedoch noch nicht alles: Darüber hinaus sperrte Blizzard den entsprechenden subreddit und verhinderte so den Austausch über die derzeitige Problematik. Auch in der Politik schlug der Vorfall Wellen: Der republikanische Abgeordnete Marco Rubio sprach von einer Einflussnahme auf die weltweite Unterdrückung der Redefreiheit.

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