Nach Spieler-Bann | Blizzard-Boss äußert sich, Fans planen BlizzCon-Protest

von Florian Rudolph (Montag, 14.10.2019 - 18:12 Uhr)

Die Suspendierung des Hearthstone-Spielers "blitzchung", der für die Unabhängigkeits Hong Kong protestierte, hat die weltweite Gamer-Szene in Aufregung versetzt. Während viele Fans nun einen Protest auf der kommenden BlizzCon-Messe planen, hat sich nun auch Blizzard persönlich zu der Situation geäußert.

Was wir bisher wussten

Nachdem Blizzard den Hearthstone-Profi Ng "blitzchung" Wai Chung kürzlich wegen seines Protests suspendiert hatte, ließen die Reaktionen im Netz nicht lange auf sich warten.

Um ein Zeichen zu setzen, wollten viele Spieler ihr Blizzard-Konto löschen - allerdings ohne Erfolg, da Blizzard technische Gegenmaßnahmen einleitete. Seitdem kochen die Gemüter nur noch höher.

Was neu ist

In einem Statement auf der Webseite von Blizzard betont J. Allen Brack, Präsident von Blizzard, dass "blitzchung" zwar durchaus die Regeln missachtet hat, es aber nicht die spezifischen Worte waren, die zu der Strafe führten.

"Die spezifischen Ansichten, die Blitzchung zum Ausdruck brachte, waren KEIN Faktor für die von uns getroffene Entscheidung", ließ Brack verlauten.

Infolgedessen mindert Blizzard laut Kotaku auch das Strafmaß für den Spieler. So darf er sein Preisgeld behalten, da er keine Regeln während des Spiels verletzt hatte. Seine Suspendierung wurde zudem von einem Jahr auf sechs Monate heruntergesetzt. Das gleiche Strafmaß erhalten demzufolge auch die beiden Kommentatoren, die ebenfalls ursprünglich für ein ganzes Jahr gesperrt worden waren.

Zugleich werden die Fan-Proteste gegen die Suspendierung des Spielers immer lauter. Seit Kurzem sind laut Kotaku Proteste rund um die BlizzCon angekündigt, die dieses Jahr vom 1. bis 3. November stattfinden soll. Dazu wurden bereits eine Webseite, ein Discord-Channel und ein Subreddit namens ProtestBlizzCon ins Leben gerufen.

Trotz der Minderung der Strafe für blitzchung wollen die Fans gegen weitere politische Einschränkungen und für mehr Offenheit protestieren. Produktdirektor Dayton Young von Fight For The Future sagte gegenüber Kotaku:

"Der Kern der Sache ist, dass sie immer noch einen Mann zensiert und ihn dafür bestraft haben, dass er sich für seine eigene politische Freiheit ausgesprochen hat und sich dafür einsetzt, und das tun sie auch weiterhin."

Die Organisatoren der Proteste betonen dabei immer wieder, dass sie einen friedlichen Protest wollen. Es sollen keine Personen oder Personengruppen gehasst oder anderweitig angegriffen werden. Zudem suchen sie noch nach Möglichkeiten, den Menschen in Hongkong mit ihrem Protest finanziell zu unterstützen.

Was haltet ihr von der Strafminderung für blitzchung? Denkt ihr, Blizzard möchte nur den Schaden reduzieren? Und falls ja, ist das überhaupt noch möglich, bei den vielen Gegenstimmen, die sie bereits geerntet haben? Schreibt uns eure Meinung gern in die Kommentare.

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