Games-Förderung | Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt hilft jetzt mit

von Micky Auer (Dienstag, 12.11.2019 - 17:24 Uhr)

Für die Games-Förderung in Deutschland ist eigentlich das Verkehrsministerium zuständig. Das ist mittlerweile weithin bekannt. Doch wie kommt da ausgerechnet das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt ins Spiel?

Das DLR hilft dem Verkehrsministerium bei der Games-Förderung.Das DLR hilft dem Verkehrsministerium bei der Games-Förderung.

Was wir bisher wussten

Wer nach einer Games-Förderung sucht, wendet sich hierzulande an das Verkehrsministerium. Das wissen viele Antragsteller. Zu viele, wie es sich herausstellt. Zumindest zu viele, um deren Anfragen vom Ministerium zeitnah bearbeiten zu lassen. Viele Entwickler warten teils seit Monaten auf eine entsprechende Rückmeldung. Erschwerend und kompliziert hinzu kommt der Umstand, dass die entsprechenden Vorhaben zum Zeitpunkt der Antragstellung noch nicht begonnen worden sein dürfen. Gleichzeitig müssen sie aber bis zum 30. November 2020 abgeschlossen sein.

Aus einem Bericht von Gameswirtschaft geht hervor, dass das Verkehrsministerium Hilfe erhalten soll. So wurde wohl schon im Sommer dieses Jahres der Beschluss gefasst, das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (kurz: DLR) mit an Bord zu holen. Und seit Anfang Oktober ist der Ablauf auch offiziell geregelt.

Was neu ist

Wen ein deutsches Studio nun um eine Förderung ansucht, kann es sich an die Mail-Adresse games@dlr.de wenden. Auf der Seite des BMVI wird diese Adresse nämlich als Ansprechpartner angegeben. Sowohl Bundes- als auch Landesministerien gehören zu den Auftraggebern, ebenso wie Behörden und Verbände. Die Projektträger-Abteilung wickelte bereits im Vorjahr 10.500 Förderungen in der Gesamthöhe von 1,4 Milliarden Euro ab, wie Gameswirtschaft weiter bereichtet.

Das Bundesverkehrsministerium gibt an, dass circa 380 Anträge für weitere Zuschüsse bis zu 200.000 Euro vorliegen. Diese sollen nun in der Reihenfolge ihrer Einreichung bearbeitet werden. Wie schnell das vonstatten gehen soll, lässt sich schwer abschätzen. Denn momentan wurden erst sechs Zuschüsse für sechs Spiele bewilligt.

Wer sich jetzt die Frage stellt: "Okay, die Zuständigen haben vielleicht wortwörtlich Ahnung von Raketenwissenschaft. Aber wie steht es um ihre Expertise in Sachen Games?", der sei beruhigt. Denn die sogenannte "De Minimis"-Förderung basiert vordergründig auf Daten wie Bonität, Kalkulation, Daten aus Jahresabschlüssen und Planung. Dem zugrunde liegt eine "Projektskizze", die im ersten Schritt maximal 15 DIN-A4-Seiten umfassen darf (jedoch später auch erweitert werden muss).

Dann gibt es aber noch die Großprojekt-Förderung, die wesentlich aufwändiger ausfällt. Diese hätte bereits in diesem Herbst starten sollen, jedoch steht noch die Genehmigung der EU-Kommission aus. Ein Kulturtest soll darin ein elementarer Bestandteil sein. Anhand dieses Tests sollen die jeweiligen Vorhaben mit Punkten bewertet werden. Was aber an Fördergeldern nach Bearbeitung der aktuellen 380 Anträge noch übrig ist, bleibt noch unbeantwortet. Eine Bewilligung von Fördergeldern für 2020 ist nach wie vor offen.

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