Pokémon: Schwert & Schild | Fan bringt problemlos neue Pokémon ins Spiel

von René Wiesenthal (Montag, 18.11.2019 - 12:02 Uhr)

Nicht alle Fans von Pokémon sind zufrieden mit der reduzierten Auswahl an Monstern, die es in den aktuellen Versionen Schwert & Schild zu fangen gibt. Modder behelfen sich daher nun ihrer Fähigkeiten und fügen fehlende Pokémon kurzerhand selbst hinzu.

Amoroso gibt es in Schwert & Schild eigentlich nicht. Quelle: Twitter, SciresM.Amoroso gibt es in Schwert & Schild eigentlich nicht. Quelle: Twitter, SciresM.

Was wir bisher wussten

Pokémon: Schwert & Schild hat Fans bereits vor Release auf die Probe gestellt. Nachdem bekannt wurde, dass es eine Auswahl von etwa 400 Pokémon in den neuen Editionen gibt, reagierten viele Spieler traurig und wütend auf das Fehlen einzelner Lieblinge. Entwickler Game Freak wurde später sogar der Lügen bezichtigt, was die Wiederverwendung von Pokémon-Modellen aus alten Editionen betrifft. Das Studio beteuerte, es seien keine alten Modelle recycelt worden und es läge an technischen Einschränkungen, dass die Auswahl an Pokémon im neuen Hauptteil vergleichsweise gering sei.

Was neu ist

Genau diese technischen Einschränkungen stellen Fans nun erneut in Frage. Bereits wenige Tage nach dem Release der zwei neuen Editionen hat sich ein Modder daran versucht, Pokémon ins Spiel zu implementieren, die bisher nicht vorhanden sind. Twitter-Nutzer SciresM teilt Bilder und Videos seines Amoroso mit den Worten „Nun, das war nicht so schwer.“

Als Grundlage für Amoroso habe der Modder den Datensatz von Voldi benutzt. Dementsprechend seien zum aktuellen Zeitpunkt weder Parameter noch das Move-Set angepasst. Auch ist die Animation noch fehlerhaft, wenn Amoroso in den Kampf einsteigt. Abgesehen davon, so SciresM, „funktioniert es gut“. Das Modell selbst stamme aus Pokémon: Let’s Go, der Modder habe keine Veränderungen daran vorgenommen. Das Einfügen habe ohne großen Aufwand geklappt.

Entsprechend spöttisch fallen auch die Reaktionen von Pokémon-Fans aus. Auf Resetera schreibt ein User: „[Der Modder] macht den Job von Game Freak für sie.“ Twitter-User Gary Hyde drückt seinen Unmut noch deutlicher aus:

"Gemessen an der Zeit, die es für die Hacking-Community gebraucht hat, alte Gegenstände, Mechaniken und Pokémon durch Mods ins Spiel zu bringen, denke ich, dass die Behauptungen von Game Freak noch schlechter altern werden, als sie es schon getan haben.“

Es sei erwähnt, dass natürlich nicht garantiert ist, dass derartige Mods tatsächlich einwandfrei im Spiel funktionieren und nicht an irgendeiner Stelle Probleme verursachen. Noch dazu wird es für Modder wohl eine Herausforderung, Pokémon ins Spiel zu fügen, deren Modelle es nicht in Pokémon: Let’s Go gibt. Jedoch ist es schon beeindruckend, in welcher Geschwindigkeit der findige Spieler es geschafft hat, einen völlig neuen Pokédex-Eintrag mit einem neuen Pokémon-Modell ins Spiel einzufügen.

Könnt ihr diese Kämpfe gewinnen?

Es lässt sich daraus außerdem nicht ableiten, inwiefern Game Freak tatsächlich vor technischen Problemen gestanden hat, als es darum ging, mehr als die nun vorhandenen Pokémon in die aktuellen Editionen zu bringen. Die Amoroso-Mod könnte das Unternehmen wohl aber zumindest erneut in Bedrängnis bringen, sich erklären zu müssen. Ob das geschieht, bleibt abzuwarten.

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