Korruption | Kongressabgeordneter gibt Wahlkampfspenden für Videospiele aus

von Tom Lubowski (Mittwoch, 04.12.2019 - 10:47 Uhr)

Der Zugriff auf finanzielle Mittel kann - je nach Charakter - zu Dummheiten verleiten. Davor sind auch hochrangige Politiker nicht gefeit. Ein republikanischer Kongressabgeordneter entwendete in den USA Wahlkampfmittel und kaufte sich damit unter anderem Videospiele.

Kongressabgeordneter Duncan Hunter bekennt sich des Missbrauchs von Parteigeldern schuldig.Kongressabgeordneter Duncan Hunter bekennt sich des Missbrauchs von Parteigeldern schuldig.Bildquelle: Eduardo Contreras / San Diego Union-Tribune

Auffällig geworden ist der Übeltäter Duncan D. Hunter bereits im Jahr 2016, als Ermittler von ihm wissen wollten, wie er sich seinen ausschweifenden Lebensstil leisten könne. Laut San Diego Union-Tribune befanden sich unter den beanstandeten Ausgaben auch Steam-Spiele im Wert von 1.302 US-Dollar (knapp 1.200 Euro).

Das ist zwar ein verhältnismäßig ungewöhnlich hoher Kostenpunkt, aber eigentlich unproblematisch. Solange man die Spiele aus seiner eigenen Tasche bezahlt. Hunter soll laut den Vorwürfen nämlich mehrere hunderttausende US-Dollar an Wahlkampfmitteln entwendet haben, um sein Privatvergnügen zu finanzieren.

Eine Pressemitteilung des US-Justizministeriums mit einem entsprechenden Geständnis des Beschuldigten schafft nun Klarheit: Hunter soll sich fleißig an Wahlkampfmitteln bedient haben, um neben ausgedehnten Shopping-Touren auf Steam auch Flugtickets für seine Kaninchen (!), Fast Food, Kinotickets, Luxushotels, Auslandsurlaube, Lebensmittel und Hundefutter zu finanzieren - alles, was der geneigte Politiker mit Hang zur Korruption eben benötigt. Auch seine Ehefrau Margaret E. Hunter soll in den Skandal mitverwickelt sein.

Wer hat diese Sätze gesagt?

Unpassend wird ein solch gut betuchter Lebensstil spätestens dann, wenn man selbst hoch verschuldet ist und sich ein solches Maß an Luxus eigentlich gar nicht leisten kann. Das mussten nun auch Hunter und dessen Frau schmerzlich erfahren. Im schlimmsten Fall erwarten den Politiker eine Haftstrafe von bis zu fünf Jahren sowie eine Geldstrafe in Höhe von 250.000 US-Dollar.

Tags: Politik  

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