Twitch | Streamerinnen küssen sich für Australien-Spenden und ernten Kritik

von Mandy Strebe (Dienstag, 07.01.2020 - 14:59 Uhr)

Die verheerenden Buschbrände in Australien haben eine Welle an Wohltätigkeit rund um den Globus ausgelöst. Auch Streamer auf Twitch haben es sich nicht nehmen lassen, einen Charity-Stream zu veranstalten. Ein Kuss zwischen zwei Frauen lässt dabei die Gemüter einiger Kritiker hochkochen.

Diese Szene sorgt bei einigen Zuschauern offenbar für große Aufregung.Diese Szene sorgt bei einigen Zuschauern offenbar für große Aufregung.

Spenden-Stream auf Twitch bringt über 300.000 Dollar für Australien

Sie verfolgen einen guten Zweck: Eine Gruppe an Streamern auf Twitch, welche selbst aus Australien stammen, wollen mithilfe eines “24 Stunden“-Streams die Summe von 15.000 Australischen Dollar an Spenden sammeln. Dies hatte die Streamerin Loserfruit auf Twitter angekündigt:

Zunächst war ein ruhiger Stream angedacht, in dem die beteiligten Streamer gemütlich Spiele zocken und Spenden ihrer Zuschauer vorlesen. Doch schnell wurde deutlich, dass die Bereitschaft zu Spenden bei vielen Zuschauern so hoch ist, dass immer größere Summen einzelner Personen eingingen, sodass schon nach 4 Minuten ein Betrag von 1.000 Dollar zusammenkommt.

Das ursprünglich gesetzte Ziel wurde innerhalb von 52 Minuten erreicht und konnte schlussendlich um ein Vielfaches übertroffen werden, indem sie unglaubliche 318.511 Australische Dollar (umgerechnet 220.000 US-Dollar) für wohltätige Organisationen einnehmen konnten, die Opfer der Brände unterstützen - auch Tiere.

Challenges, Cosplaying und Küsse: Eine Spendenmotivation sorgt für Aufregung

Teil dieses Spenden-Streams waren die Twitch-Streamerinnen Loserfruit und Fasffy, welche einen Ansporn für die Spendenden lieferten – ein Kuss der beiden bei Erreichen der 100.000 Dollar. Dies war nur eine Aktion neben vielen weiteren lustigen und verrückten Anreizen.

Offenbar hat dieser Umstand für Unmut bei vielen Zuschauern gesorgt, wie Loserfruit auf Twitter berichtet. Mit dem Kuss der beiden Streamerinnen würden diese die LGBTQ-Community verärgern und gleichgeschlechtliche Paare belästigen und sexualisieren, so die Vorwürfe.

Andere verteidigen den Kuss, indem sie einwerfen, dass Streamerin Fasffy selbst bisexuell sei.

Loserfruit selber äußerte sich zu den Vorwürfen, indem sie beteuerte, dass sie die LGBTQ-Community liebe und unterstütze.

Es ginge in dem Stream keinesfalls um Sexualität, sondern darum Geld für Australien zu sammeln. Außerdem haben sich im Verlauf der Übertragung weitere anwesende Streamer, darunter zwei Männer und auch Frauen und Männer geküsst. Die Aufregung sei daher unbegründet, verteidigt sich Loserfruit.

Wir erraten eure Persönlichkeit anhand eurer Spielgewohnheiten

Die Streamerin selbst lässt sich durch die Kritik nicht beirren und freut sich über die tatkräftige Unterstützung ihrer Twitch-Zuschauer. Findet ihr die Kritik berechtigt? Teilt uns eure Meinung gerne in den Kommentaren mit!

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