Ubisoft denkt um | Ist das das Ende der "Ubisoft-Formel"?

von Sören Wetterau (Montag, 20.01.2020 - 11:51 Uhr)

Schluss mit Einheitsbrei? Ubisoft wird angeblich das hauseigene Editorial-Team neu strukturieren, um für mehr Abwechslung in zukünftigen Spielen zu sorgen.

Der Fehlschlag von Ghost Recon: Breakpoint sorgt bei Ubisoft offenbar für ein größeres Umdenken.Der Fehlschlag von Ghost Recon: Breakpoint sorgt bei Ubisoft offenbar für ein größeres Umdenken.

Die letzten Monate des Jahres 2019 dürften bei Ubisoft nicht gerade zu den Highlights gehört haben: Ausgerechnet Ghost Recon: Breakpoint, eine der großen Marken des Unternehmens, wird zum Fiasko. Mittelmäßige Testwertungen, Kritik an viel zu aufdringlichen Mikrotransaktionen inklusive "Pay 2 Win"-Vorwürfen, und dazu noch zahlreiche Bugs und Glitches. Der Third-Person-Shooter mit der offenen Welt hinterlässt beim französischen Videospielentwickler Narben.

Nur wenige Wochen nach dem Release von Ghost Recon: Breakpoint hat Ubisoft drei Spiele verschoben. Zu guter Letzt soll sich auch intern einiges an der eigenen Mentalität ändern. Laut Videogameschronicle hat die Firma nun einen weiteren Schritt eingeleitet.

Ubisoft: In Zukunft mehr Abwechslung

Seit mehreren Jahren beschäftigt Ubisoft in Paris ein Editorial-Team, welches Spielkonzepte geprüft und anschließend gemäß der eigenen Vorlieben Feedback gegeben hat. Dabei hat das Team, bestehend aus über 100 Designern und Produzenten, oftmals eine große Vision verfolgt, weshalb sich vermutlich manche Spiele nach außen hin sehr ähnlich waren. Unter Spielern spricht man manchmal höhnisch von der "Ubisoft-Formel". Nach 2019, und vor allem nach Ghost Recon: Breakpoint, soll es jetzt zu einer Umstrukturierung der Ubisoft-Redaktion kommen.

Schluss mit der "Ubisoft-Formel"?

Um in Zukunft abwechslungsreichere und vielfältigere Spiele zu produzieren, baut Ubisoft das Team aus und organisiert es neu. An der Spitze bleibt zwar weiterhin Chief Creative Officer Serge Hascoet, allerdings erhält er Unterstützung durch sieben Vize-Präsidenten. Jeder davon betreut wiederum mit einem eigenen Team eine der großen Marken des Unternehmens. Wichtige Entscheidungen sollen zudem fortan unabhängiger voneinander getroffen werden.

"Wir verstärken unser Redaktionsteam, um agiler zu sein und unsere Entwicklungsteams auf der ganzen Welt besser zu begleiten, wenn es darum geht, die besten Spielerlebnisse zu schaffen", so das abschließende Ubisoft-Statement gegenüber Videogameschronicle.

Welcher Publisher wärt ihr?

Ob diese Änderungen bereits bei den kommenden Ubisoft-Spielen wie Watch Dogs: Legion oder dem nächsten "Assassin's Creed"-Serienteil greifen, bleibt abzuwarten. Immerhin scheint Ubisoft gewillt zu sein, aus den Fehlern der Vergangenheit zu lernen.

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