Breath of the Wild | Tochter mit Handicap kann es dank kreativem Vater endlich zocken

von René Wiesenthal (Montag, 20.01.2020 - 18:20 Uhr)

Es ist ein Akt der Liebe und gleichzeitig eine super coole Kreation: Ein Vater in den Vereinigten Staaten hat seiner Tochter einen Controller angefertigt, mit dem sie endlich The Legend of Zelda: Breath of the Wild spielen kann.

Der umgebaute Adaptive Controller kurz vor der Fertigstellung.Der umgebaute Adaptive Controller kurz vor der Fertigstellung.

Manchmal sind es die kleinen Dinge im Leben, die einem die größte Freude bereiten: Ein engagierter Vater hat seiner Tochter den Adaptive Controller so umgebaut, dass sie damit endlich The Legend of Zelda: Breath of the Wild spielen kann. Der Adaptive Controller ist eine Entwicklung von Microsoft, die Menschen mit körperlichen Einschränkungen hilft, Videospiele besser spielen zu können, oder ihnen überhaupt erst motorischen Zugang zu ihnen ermöglicht. Gewöhnliche Controller stellen Menschen mit Behinderungen nämlich oftmals vor Herausforderungen.

The Legend of Zelda: Breath of the Wild mit Adaptive Controller

Das tolle Pad ist eigentlich für die Xbox ausgelegt, lässt sich aber auch auf Nintendo Switch nutzen. Wer The Legend of Zelda: Breath of the Wild kennt, weiß, dass die Steuerung des Spiels jedoch schon mit einem Switch-Controller gewöhnungsbedürftig ausfällt. Mit dem gewöhnlichen Adaptive Controller ließ sich das Action-Adventure also trotz Switch-Kompatibilität nicht wirklich spielen, wie der Tech-Spezialist und Pädagoge Rory Steel feststellte. Da seine Tochter aber genau wie all ihre Freunde gerne Breath of the Wild spielen wollte, nahm sich Steel des Geräts an und konstruierte es ein wenig um. In mehreren Tweets dokumentiert er den Prozess:

Hier seht ihr den individualisierten Controller in einem fast fertigen Zustand. Wie Rory verrät, musste zu diesem Zeitpunkt vor allem an der Verkabelung gearbeitet werden:

Und hier seht ihr, wie das Gerät am Ende in Benutzung aussieht, natürlich, wie sollte es anders sein, testet es die Tochter selbst auf Herz und Nieren – und sie sieht dabei sehr glücklich aus:

Und auch der Vater ist erleichtert: Daumen nach oben von der Tochter für den personalisierten Adaptive Controller! Das Ergebnis ist schön anzusehen, wird aber noch vom Anblick der Tochter in den Schatten gestellt, die sich darüber freut, auf die weite und aufregende Reise von Breath of the Wild gehen zu können. Mit diesem Lachen ist die Arbeit, die Rory Steel in das Projekt gesteckt hat, wohl mehr als ausreichend entlohnt.

Trotz dieser berührenden Geschichte bleibt die ernüchternde Erkenntnis: Viel zu oft wird es noch immer Spielern mit körperlichen Einschränkungen schwer gemacht, einen Zugang zu Games zu bekommen. Bestrebungen gibt es, wie im oben verlinkten Video des ZDF gezeigt wird, jedoch reichen diese bei Weitem noch nicht aus, um den teils sehr individuellen Bedürfnissen von Spielern gerecht zu werden. Für ein wirklich inklusives Gaming braucht es hier stärkere Innovationsbesterebungen - vor allem von großen Herstellern.

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