Animal Crossing: New Horizons | So reagiert Nintendo auf das Spielstand-Debakel

von Nathan Navrotzki (aktualisiert am Freitag, 07.02.2020 - 16:12 Uhr)

Nachdem sich Fans besorgt über die Tatsache äußerten, dass es keine Form des Backups für erstellte Inseln in Animal Crossing: New Horizons geben soll, reagiert Nintendo nun mit einem entgegenkommenden Statement.

Animal Crossing: New Horizons lässt euch nur einen Spielstand anlegen.Animal Crossing: New Horizons lässt euch nur einen Spielstand anlegen.

Update vom 7. Februar 2020:

Die vergangenen Wochen stellten für Fans der "Animal Crossing"-Reihe eine regelrechte Achterbahnfahrt der Gefühle dar. Die Enthüllung einer neuen Switch im "Animal Crossing"-Look erntete großes Lob von der Community. Doch schon kurz darauf sorgten Nachrichten über lediglich eine erstellbare Insel pro Konsole für Ernüchterung.

Dort hörten die Debatten zum neuesten Ableger der beliebten Spielereihe aber nicht auf. Kurz darauf wurde nämlich bekannt, dass, sobald ein Spiel begonnen wurde, es in keinerlei Cloud gespeichert wird, womit es nicht zwischen Konsolen übertragen werden kann. Sollte die Konsole also kaputt oder verloren gehen, so ginge der Spielstand der Insel ebenfalls verloren. Auch hier äußerten sich Fans enttäuscht.

Animal Crossing: Nintendo zeigt Kompromissbereitschaft

Die Kritik ging an dem japanischen Spieleentwickler aber nicht vorbei: Nintendo veröffentlichte nun ein Statement, nach dem es zwar keine herkömmliche Möglichkeit geben wird, seinen Spielstand in der Cloud zu speichern, es aber eine andere Form des Backups von Speicherdaten geben soll. Zugriff auf diese soll man ausschließlich im Falle einer verlorengegangen oder kaputten Switch bekommen. Außerdem soll dieser Dienst nur "Nintendo Switch Online"-Mitgliedern zur Verfügung stehen. Eine Mitgliedschaft kostet jährlich circa 20 Euro.

Ab wann dieser Service in Anspruch genommen werden kann, ist noch unklar. Weitere Informationen und Ankündigen will Nintendo erst geben, sobald Genaueres feststeht. Auch ob die Backup-Funktion gleichzeitig mit dem Release von Animal Crossing: New Horizons in Kraft tritt, oder sich erst im Nachhinein seinen Weg zu Nintendos Heim – und Handheldkonsole bahnt, ist demnach unbekannt. Bis die Implementierung des Features da ist, sollten Animal Crossing spielende Switch-Besitzer also besonders vorsichtig im Umgang mit der Hardware sein.

Update vom 6. Februar 2020:

Eine Insel pro Konsole: Das ist die Politik, die Nintendo wohl mit dem anstehenden Animal Crossing: New Horizons fährt. Das kennen Fans der Reihe so oder so ähnlich bereits von älteren Spielen. Das Besondere an dem Umstand, dass News Horizons davon nicht abrückt: Es ist das erste Switch-Spiel, in dem Spielstände nicht an ein Profil, sondern gleich an die Konsole gebunden sind. Und damit reicht es auch nicht, das Spiel mehrfach zu kaufen. Es müsste eine weitere Switch her, um auf einer weiteren Insel zu starten.

Reddit-Nutzer sind besorgt

Damit nicht genug: Wie Nutzer auf Reddit festgestellt haben, wird es auch nicht möglich sein, die Spieldaten von einer Switch auf eine andere zu transferieren. Nun sind die Fans, die sich eigentlich sehr auf den Release von Animal Crossing: New Horizons freuen, etwas besorgt um ihren Spielfortschritt.

Denn einerseits könnte eine Konsole mal den Geist aufgeben, Knöpfe kaputt gehen oder anderweitige Probleme auftreten, die dafür sorgen, dass auf eine neue oder andere Konsole ausgewichen werden muss. Da es keine Cloud-Save-Möglichkeit gibt, lässt sich in so einem Fall das Spiel nicht fortsetzen und Spieler müssten auf einer anderen Konsole einen neuen Speicherstand beginnen.

Das Gleiche gilt dann etwa auch für Spieler, die ohnehin mehrere Konsolen nutzen und gern ihre Speicherstände beliebig hin und her transferieren würden. Im Reddit-Thread melden sich auch Spieler zu Wort, die mit dem Gedanken spielen, sich künftig eine neue Switch, etwa die Lite-Version oder die mit verbessertem Akku, zu kaufen. Sie wären ebenfalls dazu gezwungen, New Horizons neu zu beginnen und sind von dem Gedanken frustriert.

Spieler wünschen sich nun eine Veränderung des Systems. So sieht der User Talnova ein, dass es vermutlich schwierig wäre, anderweitig die Möglichkeit zu geben, sich eine Stadt zu teilen. Er hätte aber gern, wie andere auch, dass es möglich wird, die Stadt „aufzuteilen“. Ein Vorschlag aus der Community ist, pro Spielerprofil jeweils eine eigene Insel zu erlauben und die Möglichkeit, andere dabei zu haben, als Option offen zu lassen. Auf diese Weise könnten mehrere Figuren für mehrere Spieler in einem Spielstand angelegt werden.

Ob Nintendo auf die Wünsche aus der Fanbase eingeht, wird sich noch zeigen. Da das Spiel bereits am 20. März erscheinen soll, werden Spieler wohl erst einmal mit diesen Einschränkungen leben müssen.

Originalmeldung vom 4. Februar 2020:

Nach einer Verschiebung des Releases von 2019 auf den 20. März 2020, soll es bald soweit sein: Animal Crossing: New Horizons, der neueste Teil der "Animal Crossing"-Reihe erscheint für Nintendos Hybridkonsole. Trailer und Plakate zum Spiel zeigen nicht nur eine, im Vergleich zum 2013 erschienenem Animal Crossing: New Leaf, aufgehübschte Grafik, sondern auch Gameplay-Neuerungen. So wird es auf der Insel zum Beispiel ein komplett neues Crafting-System geben, durch welches man sich seine eigenen Werkzeuge und Möbel zusammenschustern kann.

Auch neu sind Pfade, mit denen man Wege gestalten kann, sowie die Möglichkeit Möbel zum ersten Mal auch außerhalb der eigenen vier Wände zu platzieren. Das sind aber nicht die einzigen Neuerungen: auf Nintendos offizieller Seite zu Animal Crossing: New Horizons macht der japanische Spielehersteller nun Werbung mit dem neuen Multiplayer-Modus. Bis zu acht Spieler können sich auf die Insel einmieten und vier davon sogar gleichzeitig an einer Konsole spielen - eine Premiere für die Spielereihe. Jedes angelegte Profil auf der Switch berechtigt zum Erstellen eines Charakters im selben Spiel. Toll für alle, die gerne mit ihren Liebsten zusammen spielen. Doch nicht alle Fans sind begeistert von dieser Entscheidung: Es gibt nämlich nur eine Insel pro Switch.

Nintendo "zwingt" zum Multiplayer

Die Konsole ist also die Insel. Spieler, die sich ihre Heimkonsole teilen, teilen sich somit auch ihren Speicherstand. In der Vergangenheit gab es bei Switch-Spielen immer die Möglichkeit, mit neuen Profilen neue Speicherstände zu erstellen, selbst bei großen Spielen wie The Legend Of Zelda: Breath Of The Wild. Animal Crossing: New Horizons bricht diese Tradition nun zum ersten Mal in der Geschichte der Nintendo Switch. Fans, die sich nicht nur einen Haushalt, sondern auch ein Exemplar der Familienkonsole teilen, werden sich ihre kleine Welt also nicht so individuell gestalten können wie gewohnt. Dass der kleine Bruder etwa ständig das fein säuberlich angelegte Blumenbeet zertrampelt oder die Mitbewohnerin unansehnliche Möbel an den Strand stellt, könnte zu unschönen Multiplayer-Erfahrungen führen. Der Kauf eines zweiten Exemplars vom Spiel ändert diesen Umstand leider nicht.

Zwar war es in der Vergangenheit in "Animal Crossing"-Spielen auch üblich, dass sich Spieler einen Speicherstand teilten. Dadurch, dass es bisher aber bei anderen Switch-Spielen die Regelung gab, individuelle Speicherstände für einzelne Spielerprofile zu erlauben, hofften viele Fans, dies würde auch in New Horizons funktionieren. Leider stellt es wohl aber das erste Switch-Spiel dar, in dem diese Möglichkeit nicht gegeben ist.

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Wer sich seine Insel nicht teilen möchte, dem bleibt nur noch die Möglichkeit, sich eine zweite Konsole zuzulegen. Eine Nintendo Switch im Animal Crossing Design erscheint, auch im Bundle mit dem Spiel, am 20. März.

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