Temtem | Entwickler bannt gnadenlos 900 Spieler, Community ist wütend

von Michael Sonntag (Dienstag, 04.02.2020 - 14:24 Uhr)

Seit seinem Release bekommt der Pokémon-Klon Temtem einen großen Zulauf an Spielern, unter denen sich offenbar auch einige Cheater befinden. Wie Entwickler Crema Games kürzlich zu verstehen gab, wird er nicht vor harten Maßnahmen zurückschrecken, um die Schummler zu stoppen und den Spielspaß in Temtem aufrechtzuerhalten. Die Community reagiert mit Empörung auf diesen "gnadenlosen" Tonfall.

Temtem hat es gewagt, Pokémon herauszufordern - indem es die Taschenmonsterjagd als MMO anbietet.Temtem hat es gewagt, Pokémon herauszufordern - indem es die Taschenmonsterjagd als MMO anbietet.

Temtem: Community befürchtet, dass Entwickler Unschuldige bannt

Seit Anfang des Jahres hat Pokémon Konkurrenz im Taschenmonster-Gewerbe bekommen: Temtem setzt ebenfalls auf süße Monster zum Sammeln und Kämpfen, bietet darüber hinaus aber auch einen Online-Multiplayer an. Aber - wie bei allen Multiplayer-Spielen - ließen auch die ersten Cheater und Hacker nicht lange auf sich warten.

Auf Twitter teilte Entwickler Crema Games seiner Community gegenüber mit, mit welchen Maßnahmen er kürzlich gegen Schummler in Temtem vorgegangen ist. Was sofort auffällt, ist die Null-Toleranz-Politik. Diese stößt vielen Spielern sauer auf.

Wir haben gerade unseren ersten Schwung an gebannten Usern hinter uns gebracht. Fast 900 Spieler wurden permanent von Temtem gebannt. Die Bans sind endgültig, wir werden auf keine Meldung oder Anfechtung der Bans reagieren“, schreibt der Entwickler.

Wir haben zu 100 Prozent sichergestellt, dass jeder gebannte User entweder ein Cheater ist oder absichtlich Exploits missbraucht hat.

Der Tweet brachte darauf eine hetzige Debatte im Kommentarbereich ins Rollen. Viele Spieler kritisieren an dem Verfahren, dass es keinen Fehler seitens des Entwicklers miteinberechnen würde.

Ohne die Möglichkeit zu reagieren, werde der Einzelfall nicht mehr genau betrachtet; man befürchte, mit allen Spielern über einen Kamm gescherrt zu werden, so dass auch fälschlicherweise Unschuldige gebannt werden könnten. Gerade in Fällen, in denen Leute nicht wissentlich einen Exploit nutzen. Ein Vorgehen, das der Entwickler gefühlt mehr mit dem Hammer als mit der Pinzette ausführt, was ein User mit einem Thor-GIF unterstreicht.

Andere Spieler empfinden die Maßnahme als unverschämt in Anbetracht dessen, dass Temtem zwar Geld koste, aber sich immer noch in der "Early Access"-Phase befände und noch diverse Bugs aufweise. Andere wiederum reagieren strenger auf die Reaktion des Entwicklers und geben an, Temtem nicht mehr spielen zu wollen.

So sehr sich Entwickler Crema Games auch auf Twitter bemühte, Befürchtungen zu zerstreuen und Missverständnisse aufzulösen, änderte das nichts an dem allgemeinen Empfinden. Auf Anfrage von Polygon gab der Temtem-Entwicker zu verstehen, dass er sehr gründlich beim Bannen vorgehe. Hierfür wurde nachträglich auch ein Prozess eingeführt, der in den Fällen, in denen sich Spieler zu unrecht gebannt fühlen, einen „Doppel-Check“ durchführen würde.

Könnt ihr 7 Game-Charakter anhand von bescheuerten Beschreibungen erraten?

Temtem geht durch die Decke, aber die Art und Weise, wie der Entwickler mit Cheatern in seinem Spiel umgeht, stößt auf viel Empörung in der Community. Wie steht ihr dazu? Schreibt uns eure Meinung gerne in die Kommentare!

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