Nintendo | 95-Jährige erhält ein rührendes Geschenk - wenige Jahre vor ihrem Tod

von René Wiesenthal (Dienstag, 25.02.2020 - 15:44 Uhr)

Die Schwiegertochter einer verstorbenen "Game Boy"-Spielerin erzählt eine rührende Geschichte um ein überraschendes Geschenk von Nintendo.

Japanische Nachrichtenseiten berichten gerade eine rührende Geschichte, die sich vor wenigen Jahren ereignet habe. Diese erregte auch die Aufmerksamkeit von Kotaku, die sie ins Englische übersetzen. Zuerst erschienen sei sie in der Print-Ausgabe der japanischen Zeitung Asahi Shimbun vom 21. Februar 2020. Darin schildert eine 70-jährige Frau, Kuniko Tsusaka, von ihrer Schwiegermutter, einer begeisterten "Game Boy"-Spielerin.

Tetris im hohen Alter

Diese habe es geliebt, auf dem alten Handheld Tetris zu spielen und habe ihn daher immer griffbereit gehabt - zumindest so lange, bis das Gerät funktionsuntüchtig wurde. Zu dieser Zeit war die Schwiegermutter bereits stolze 95 Jahre alt, berichtet Kotaku mit Verweis auf den Zeitungsartikel. Der Sohn von Tsusaka sei es dann gewesen, der ihr die Idee gegeben habe, sich wegen des Game Boys an den Kunden-Service von Nintendo zu wenden, den er als „kami taiou“ (神対応) bezeichnet habe - laut Kotaku in etwa gleichbedeutend mit „göttlicher/gottgleicher Hilfe“. Wegen eines Missverständnisses sei die Mutter aber davon ausgegangen, dass der Sohn von „kami“ (紙) spreche, das so viel heißt wie „Papier“.

Das „Problem“ bei Kanjis ist nämlich, dass es viele gibt, die gleich ausgesprochen werden. Die wahre Bedeutung erschließt sich manchmal erst dann, wenn man das Zeichen zum Wort gesehen hat. Tatsächlich fragen deshalb Japaner selbst im Gespräch gerne einmal: „Wie schreibt man denn das?“ - Erst dann sind Missverständnisse so gut wie ausgeschlossen. In diesem Fall haben sich Mutter und Sohn offensichtlich missverstanden und so sah sich Tsusaka dazu veranlasst, den kaputten Game Boy zusammen mit einem Brief an Nintendo zu senden – eine altbackene Art, Kontakt zu einem Hersteller aufzunehmen, obendrein, wenn es um ein Gerät geht, das längst nicht mehr hergestellt wird.

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Tolle Reaktion von Nintendo

Umso überraschender war die Reaktion von Nintendo: In einer Lagerhalle hätten Mitarbeiter ein funktionierendes Gerät gefunden, welches Tsusaka zusammen mit einem Schreiben geschickt worden sei, das erklärte, man habe keine Ersatzteile gefunden und wünsche der Schwiegermutter ein langes Leben.

Und wie es der Bericht will, hatte Tsusakas Schwiegermutter dieses auch: 99 Jahre sei die Gamerin geworden, bis zuletzt im vollen Besitz ihrer geistigen Fähigkeiten und damit auch in der Lage, den „neuen“ Game Boy von Nintendo zum Tetris-Spielen zu nutzen. Tsusaka sagt gegenüber Asahi Shimbun:

„Oben im Himmel ist sie dankbar, denke ich.

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