GOG | Spieler befürchten Missbrauch neuer lockerer Rückgabe-Regeln

von Mandy Strebe (Donnerstag, 27.02.2020 - 17:01 Uhr)

Neben den Größen unter den Vertriebsplattformen Steam und Epic Games wird auch GOG zunehmend beliebter. Jetzt dürfte es einen weiteren Grund dafür geben: Die Plattform führt wirklich großzügige Rückgaberichtlinien ein, die dem Spieler sehr entgegenkommen.

GOG bietet mittlerweile neben dem einfachen Vertieb von Games auch einen eigenen Launcher samt Spielebibliothek.GOG bietet mittlerweile neben dem einfachen Vertieb von Games auch einen eigenen Launcher samt Spielebibliothek.

GOG: Neues Rückgaberecht baut auf Vertrauen der Spieler

Die aus dem Hause CD Projekt stammende Spieleplattform GOG scheint Käufern und Spielern ein besonderes Vertrauen entgegenzubringen. Denn in einem neuen Blogeintrag verkündet das Unternehmen eine Aktualisierung der Rückgaberichtlinien.

Das Besondere dabei: Es ist Spielern jetzt möglich, Games volle 30 Tage lang zu spielen und sie dennoch zurückzugeben. Auch eine Spielzeitbegrenzung ist nicht angegeben.

GOG behält sich allerdings das Recht vor, in bestimmten Einzelfällen, wenn nötig, eine Rückerstattung zu verweigern. Denn die Plattform möchte trotz aller Kulanz vermeiden, dass Spieler diese neuen Richtlinien ausnutzen, um Spiele kostenlos spielen zu können.

GOG formuliert dies auch ausdrücklich und bittet darum, dieses entgegengebrachte Vertrauen wertzuschätzen. Diese Entscheidung, der sehr kulanten Rückgaberichtlinien, sei durch den in der Vergangenheit wirklich verantwortungsvollen Umgang der Community möglich.

Eine erfreuliche Situation für alle Beteiligten, auch wenn erste Stimmen diese Änderung als kritisch ansehen und vermuten, dass es einen Missbrauch der Richtlinien mit sich ziehen könnte.

Das sind die Meinungen der Community

Erste Kommentare unter dem Blogeintrag geben zu Bedenken, dass diese kulante Vorgehensweise besonders in Hinblick auf die Wirtschaftlichkeit ein Problem darstellen könnte, habe das Unternehmen doch auch schon in der Vegangenheit mit der Fairpreispolitik bei Spielen zu kämpfen gehabt.

Besonders bei der Frage zu den Gründen für eine Ablehnung einer Rückerstattung sehen einige User Probleme. Wie verhalte sich GOG in solchen Einzelfällen und wie wolle die Plattform nachweisen, wer ein Spiel missbräuchlich umtausche oder wirklich kein Interesse an gekauftem Produkt habe? Konkrete Angaben und starre Richtlinien würden einem Missbrauch entgegenwirken, seien aber nicht Bestandteil der Richtlinien.

Ein User kritisiert die grundsätzliche Haltung von GOG, da er in der Vergangenheit sehr schlechte Erfahrungen mit dem Rückgaberecht gemacht habe und nun wolle sich das Unternehmen als kundennah präsentieren. Er vermute dahinter lediglich die Motivation, sich auf dem Markt attraktiver zu positionieren.

Diese löbliche Aktion seitens GOG könnte jedenfalls zu einem immensen bürokratischen Aufwand werden und die Vertriebsplattform vor gewisse Herausforderungen stellen.

Wir erraten eure Persönlichkeit anhand eurer Spielgewohnheiten

Bleibt zu hoffen, dass das Konzept aufgeht und letztendlich alle davon profitieren können. Eine wirklich faire Aktion von GOG, die als erfolgreiches Beispiel für Kundenorientierung dienen könnte. Wie findet ihr die Entscheidung der Plattform? Nutzt ihr GOG häufig? Schreibt uns eure Gedanken dazu gerne in die Kommentare.

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