Mikrotransaktionen | Ein Spiel verärgert Fans - und das zu Recht

von Nathan Navrotzki (aktualisiert am Mittwoch, 04.03.2020 - 12:32 Uhr)

Mikrotransaktionen sind bereits seit Langem ein Dorn im Auge vieler Spieler. Vor allem schien EA die Gaming-Community in der Vergangenheit oft verärgert zu haben. Doch dieses Mal ist es eine andere Spieleschmiede, der wir die Aufregung verdanken - Team Ninja. In einem ihrer Spiele dürft ihr nämlich bezahlen, das Gekaufte aber nicht unbedingt behalten.

Müssen wir in Zukunft die Farben unserer Kleider mit Bildbearbeitungsprogrammen simulieren, um Geld bei Mikrotransaktionen zu sparen?Müssen wir in Zukunft die Farben unserer Kleider mit Bildbearbeitungsprogrammen simulieren, um Geld bei Mikrotransaktionen zu sparen?

Mikrotransaktionen – Jeder kennt sie, keiner mag sie. Vor allem Unternehmen wie Electronic Arts (EA) haben sich durch den häufigen Einsatz von hinter Paywalls versteckten Inhalten unbeliebt gemacht. Für Waffen und kosmetische Anpassungen können - oder müssen - Spieler mittlerweile häufig bezahlen, statt sich die Inhalte freizuspielen. Dieser Trend macht auch vor beliebten Kampfspielen nicht halt – Dead or Alive 6 bittet nämlich ab sofort selbst für die Durchführung kleinster Veränderungen zur Kasse und sorgt mit der Umsetzung sowie der Preisgestaltung für Kopfschütteln. Um Irrtümer zu vermeiden: Nicht nur der Inhalt selbst, nein, auch die Anwendung dessen kostet Geld. Und zwar jedes Mal.

Personalisierung gegen Geld

Der ursprüngliche Arcade-Prügler hat mit seinen vielen Sequels im Laufe der letzten Jahrzehnte vor allem durch seine leicht bekleideten Kämpferinnen für Furore gesorgt. Dem Einen waren die Damen im Spiel zu stark sexualisiert dargestellt, dem Anderen gefiel der spätere Umstieg auf praktischere Kleidung nicht. Dead or Alive 6, welches im vergangenen Jahr für PC, PS4 und Xbox One veröffentlicht wurde, leistet sich nun aber einen Skandal der ganz anderen Art.

Bisher konnten Spieler ihre Charaktere äußerlich nur durch freischaltbare Kostüme verändern. Durch das Erledigen von Quests erhielt der Spieler Player Points, eine Währung im Spiel, mit welchen man sich dann die Kostüme kaufte. So weit, so gut.

Entwickler Team Ninja versprach den Spielern der PS4-Version nun aber noch mehr Optionen für die Umgestaltung. Mit dem PS4-exklusiven Update 1.60 sollen Fans ihre Lieblingskämpfer nämlich auch noch einfärben können! An sich eine tolle Idee, wenn die Kosten des Features die Spieler nur nicht mehr in die Mangel nehmen würden, als es die Gegner im Kampf tun.

Dead or Alive 6 – Der Friseursimulator

Ganz wie im echten Leben zahlt man auch in DOA6 für kosmetische Änderungen einen hohen Preis. Einmal Umfärben kostet im Spiel nämlich ein Premium Ticket. Ein Premium Ticket ist wiederum einen US-Dollar wert. An sich wäre das vielleicht zu verkraften, wenn es sich hierbei um freischaltbaren Content handeln würde, den ihr behalten dürft, sobald dieser erstanden wurde. Das Spiel verlangt jedoch diesen Dollar pro Veränderung, ohne bereits erstandene Farben abzuspeichern. Möchtet ihr also einfach kurz schauen wie Kasumi mit blonden Haaren aussieht, dann aber wieder zurück zum Rotschopf wechseln, so dürft ihr zwei Dollar blechen ohne überhaupt etwas verändert zu haben oder später darauf zurückgreifen zu können.

Fans kontaktieren den Entwickler bereits und beschweren sich über die absurde Preispolitik. Bis Team Ninja sich entscheidet die Regulierungen etwas zu lockern, werden die Meisten wohl erst einmal auf das Einfärben ihrer Lieblingskämpfer verzichten oder ein kleines Vermögen ausgeben müssen.

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