Xbox Series X | Finale Details zur Hardware und den "Memory Cards"

von Sören Wetterau (Dienstag, 17.03.2020 - 17:15 Uhr)

Endlich ganz genaue Details: Microsoft hat die technischen Spezifikationen der Xbox Series X verraten. Die neue Konsole wird schnell und erhält eine eigene SSD-Umsetzung.

Viel Hardware auf kleinen Raum: Die Xbox Series X will nicht mit der Leistung geizen.Viel Hardware auf kleinen Raum: Die Xbox Series X will nicht mit der Leistung geizen.

Während Sony morgen endlich mehr zur PlayStation 5 enthüllen will, lässt Microsoft in aller Regelmäßigkeit die Hosen runter. Bereits in der jüngeren Vergangenheit sind einige Informationen zur Xbox Series X bekannt geworden. In einem neuen Blogeintrag auf Xbox Wire hat das Unternehmen nun endgültig die neue Konsole technisch offen gelegt.

Die Xbox Series X wird leistungsstark

Das Ziel der Xbox Series X ist eine Darstellung von 4K-Inhalten mit 60 Bildern pro Sekunde zu gewährleisten, wobei auch 120 Bilder pro Sekunde möglich sein sollen. Um diese Vorgabe zu erreichen, wird die neue Microsoft-Konsole auf aktuell leistungsstarke Hardware setzen.

Prozessor und Grafikkarte werden wie erwartet von AMD gefertigt. Die CPU besitzt acht physische Kernen, die mit 3,8 GHz takten. Mit aktivierter virtueller Kernverdopplung (SMT, 16 Threads) sind es 3,66 GHz. Bei der Grafikkarte spricht Microsoft von 12 TeraFLOPs auf Basis von AMDs RDNA2-Architektur und einer Taktrate von 1,825 GHz. Hinzu kommen 16 Gigabyte GDDR6-Arbeitsspeicher.

Um diese Zahlen einmal in Vergleich zu aktueller PC-Hardware zu setzen: Der Prozessor der Xbox Series X kann in etwa mit dem Ryzen 7 3700X von AMD konkurrieren, die Grafikkarte liegt zwischen einer AMD Radeon RX 5700 XT und einer Nvidia Geforce RTX 2080 TI. Kurz ausgedrückt: Die Xbox Series X ordnet sich aktuell bei High-End-Hardware ein.

Zudem wird die neue Xbox-Konsole Raytracing unterstützen. Hierbei handelt es sich um eine Technologie, um realistische und in Echtzeit berechnete Lichtdarstellung zu ermöglichen. Am Beispiel von Minecraft zeigt Entwickler Mojang die Verbesserungen:

Hübscheres Licht, beeindruckendere Schatten: So sieht Raytracing in Minecraft aus.Hübscheres Licht, beeindruckendere Schatten: So sieht Raytracing in Minecraft aus.

Microsoft-SSDs zur Speichererweiterung

Nicht nur beim Prozessor und der Grafikkarte setzt Microsoft auf Geschwindigkeit, sondern auch beim Festplattenspeicher. Genauer gesagt nutzt Microsoft wie erwartet und angesichts von bekannten Features wie Quick Resume eine SSD, die insgesamt 1 Terabyte Speicher umfasst. Dieser lässt sich natürlich erweitern, allerdings nicht mit herkömmlichen SSDs.

Für die Xbox Series X hat Microsoft eine eigene Technologie entwickelt, die eng mit der Hardware und dem System verbunden ist. Aus diesem Grund werden für Speicherweiterungen der Xbox Series X proprietäre SSD-Erweiterungskarten benötigt, die zum Launch der Konsole in Zusammenarbeit mit Seagate entstehen, wie The Verge berichtet. Diese Mini-SSDs, die ein wenig an die Memory Cards aus der PlayStation-Ära erinnern, werden hinten in die Konsole eingesteckt und haben dann Zugriff auf dieselben Geschwindigkeitsvorteile wie die interne SSD.

Laut Microsoft müssen Next-Gen-Spiele zwingend von solch einer SSD starten. Zwar lassen sich auch weiterhin externe SSD- oder HDD-Festplatten anschließen, diese dienen aber lediglich für Backups oder zum Abrufen von älteren Xbox-Spielen (Xbox One, Xbox 360, Xbox). Einen Preis für die Erweiterungskarten hat Microsoft bislang nicht verraten.

Welcher Publisher wärt ihr?

Apropos Preis: Dieser steht für die neue Xbox Series X ebenfalls noch aus. Wenn jedoch alles nach Plan verläuft und die aktuelle Corona-Krise nicht dazwischen grätscht, dann soll die Next-Gen-Konsole von Microsoft voraussichtlich im Herbst 2020 erscheinen.

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