GameStop | Mitarbeiter sind besorgt - Geschäfte sollen trotz COVID-19 geöffnet bleiben

von Mandy Strebe (Freitag, 20.03.2020 - 16:45 Uhr)

Das angeschlagene Unternehmen GameStop ignoriert alle Anordnungen der amerikanischen Regierung im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie und hält Mitarbeiter dazu an, die Läden geöffnet zu lassen. Der Grund: Die Produkte des Einzelhändlers seien in der Krise unentbehrlich.

Das Unternehmen sieht sich in einer Reihe mit Geschäften, die in der Coronoa-Krise unentbehrlich sind.Das Unternehmen sieht sich in einer Reihe mit Geschäften, die in der Coronoa-Krise unentbehrlich sind.

Supermärkte, Apotheken, GameStop – lebenswichtig in Zeiten von Corona

Wie Kotaku berichtet, haben amerikanische Mitarbeiter des Einzelhandelsunternehmens GameStop Anweisungen für die aktuelle Lage erhalten, aus denen hervorgeht, dass GameStop ein essentieller Händler in Zeiten des Coronavirus‘ und daher von den Schließungen zur Eindämmung der Pandemie ausgeschlossen sei.

Die Notwendigkeit sehe das Unternehmen offenbar in der Versorgung mit Produkten, die die Vernetzung ermöglichen, gerade auch weil viele Menschen nun von zu Hause arbeiten müssten.

Wie aus dem internen Schreiben noch hervorgeht, haben Verantwortliche bereits versucht, Läden aufgrund der landesweiten Sicherheitsmaßnahmen zu schließen, doch sind die Filialleiter von GameStop angehalten, diese mit einem beigefügten Dokument abzuweisen.

In dem Dokument ist ausgeführt, dass Polizeibeamte sich an die Hauptzentrale des Unternehmens wenden sollen, wenn sie die Sondergenehmigung als essentieller Händler nicht akzeptieren wollen.

GameStop verschärft Präventionsmaßnahmen

In einem kürzlich veröffentlichten Tweet listet GameStop die getroffenen Vorsichtsmaßnahmen für ihre Filialen auf, um einen risikoarmen Betrieb zu gewährleisten:

Diese Maßnahmen umfassen unter anderem den Zutritt von höchstens zehn Personen in den Geschäftsräumen mit genügend Sicherheitsabstand, verkürzte Öffnungszeiten, abgesagte Spiele-Events, keine Annahme von gebrauchten Artikeln zum Weiterverkauf sowie die Empfehlung, den Online-Shop zu nutzen.

Mitarbeiter sind besorgt – Sicherheitsmaßnahmen werden nicht eingehalten

Kürzlich hatten sich schon Mitarbeiter von GameStop bei Kotaku zu Wort gemeldet und berichtet, dass interne Vorsorgemaßnahmen nicht ausreichend eingehalten werden sollen. Das Unternehmen hatte den Kunden versichert, dass eine Strategie zur Eindämmung der Risiken implementiert worden sei, was offenbar nicht der Wahrheit entspreche.

Beispielsweise sei eine Versorgung mit Desinfektionsmitteln seitens des Unternehmens nicht gewährleistet, wodurch Filialleiter gezwungen seien, eigenständig für Nachschub zu sorgen.

Dies wurde laut Angestellten mehrfach bestätigt. Ein Laden sei außerdem das Toilettenpapier ausgegangen, sodass die sanitären Einrichtungen geschlossen werden mussten.

Ähnliche Aussagen sind auch einem Reddit-Thread zu entnehmen, welche die gefährdenden Umstände bei GameStop beschreiben und die oben erwähnten Ausführungen bekräftigen.

Das finanziell angeschlagene Unternehmen scheint trotz der aktuellen Krise durch COVID-19, aufgrund der lockenden Einnahmen, ein Risiko einzugehen und Mitarbeiter sowie Kunden zu gefährden. Auch die Releases von Animal Crossing: New Horizons und Doom: Eternal werden zu dieser Entscheidung beigetragen haben.

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GameStop versteht sich selbst als essentiellen Händler und überschätzt womöglich völlig seine Wichtigkeit als Unternehmen in der Gesellschaft. Wie findet ihr das Vorgehen des Einzelhändlers? Würdet ihr die Produkte als unentbehrlich einstufen? Schreibt uns eure Einschätzung dazu gerne in unseren Kommentarbereich.

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