Fortnite: 9-jähriger Profi wird gebannt, 100.000 Spieler wollen ihn zurück

von Sören Wetterau (Donnerstag, 07.05.2020 - 09:00 Uhr)

Weil er zu jung für den Arena-Modus von Fortnite ist, hat Epic Games einen 9-jährigen Spieler jahrelang gebannt. Das hat im Internet für eine Solidaritätsaktion gesorgt: Über 100.000 Spieler fordern ein Umdenken.

Der kompetitive Modus von Fortnite ist erst ab 13 Jahren erlaubt - das hat einem 9-jährigen Spieler den Account gekostet.Der kompetitive Modus von Fortnite ist erst ab 13 Jahren erlaubt - das hat einem 9-jährigen Spieler den Account gekostet.

Der aus Brasilien stammende Spieler Victor "Zenon" Hugo spielt für sein Leben gern Fortnite. In dem "Battle Royale"-Shooter ist er sogar so gut, dass er bereits einen Vertrag mit dem Profi-Team Detona Gaming unterzeichnet hat - obwohl er gerade einmal 9 Jahre alt ist. Seiner jungen Karriere hat Epic Games nun jedoch einen Strich durch die Rechnung gemacht, wie gamerant berichtet.

Zu jung für Fortnites Arena: Spieler wird gebannt

Zenon hat vor kurzem den Arena-Modus, also die kompetitive Ebene, von Fortnite betreten. Das hätte er allerdings nicht tun dürfen, denn der Modus ist laut Epic Games erst ab 13 Jahren freigegeben. Grund dafür ist, dass sich über die Arena Spieler unter anderem für verschiedene Turniere qualifizieren können.

Epic Games hat das mitbekommen und kurzerhand Zenon gesperrt, weil er jünger als erlaubt für den Modus ist. Insgesamt dauert sein Bann satte 1.460 Tage oder umgerechnet vier Jahre. Dann wäre Zenon 13 Jahre alt und könnte ganz offiziell in der Arena antreten. Das Problem? Die Sperre gilt für Fortnite komplett, weshalb er nicht einmal mehr die anderen Spielmodi nutzen kann. Als er die Nachricht bekommt, fängt er im Video an zu weinen und nicht einmal sein Vater, der ihn ständig beim Spielen beaufsichtigt, kann ihn in dem Moment trösten:

(Quelle: YouTube, brN - Highlights and Clips)

Es hat nicht lang gedauert bis das Internet von dieser Aktion Wind bekommen hat. Vor allem viele brasilianische Spieler haben innerhalb kürzester Zeit die sozialen Medien gestürmt und Epic aufgefordert, die Sperre aufzuheben oder zumindest deutlich zu reduzieren. Immerhin habe er schließlich nichts schlimmes getan, sondern lediglich spielen wollen. Unter dem Hashtag #FreeZenon haben sie vor allem auf Twitter und bei Profi-Spielern viel Aufmerksamkeit generiert:

"Hi Tfue, könntest du uns helfen, den Hashtag #FreeZenon bekannter zu machen? Er ist ein 9-jähriger brasilianischer Junge, der versucht, sich jeden Tag zu verbessern und vor kurzem wurde er für 1.500 Tage aus der Arena verbannt, weil er nicht alt genug war, um an Wettkämpfen teilzunehmen. Sein Weinen zu hören, bricht mir das Herz. Kannst du uns helfen?"

Der Hashtag hat sich anschließend wie ein Lauffeuer verbreitet. Sogar der bekannte Streamer und Fortnite-Spieler Ninja hat sich zu der Thematik geäußert. Seiner Meinung nach habe Zenon in dem kompetitiven Spielmodus nichts verloren, aber das sei kein Grund, ihn komplett von Fortnite zu sperren.

"Solange es in der Arena keine Geldpreise für Platzierungen existieren, gibt es keinen Grund Zenon zu sperren bis er 13 Jahre alt wird. Allerdings ist die Altersvoraussetzung für Fortnite 13 Jahre und er ist 9 Jahre alt. 100 Prozentig sollte er nicht von sämtlichen Fortnite-Aspekten ausgeschlossen werden."

Viele Nutzer werfen zudem ein, dass Zenon nicht unbeaufsichtigt Fortnite spielt. Stattdessen ist sein Vater stets bei ihm und hat mit seinem Sohn eine klare Abmachung. Sofern seine Schulnoten nicht schlechter werden, darf er auch spielen.

Erratet ihr, worüber diese Gamer gerade meckern?

Bislang hat Epic Games auf die Forderungen der Nutzer nicht reagiert. Das Unternehmen ist jedoch bekannt dafür, bei Bans durchaus sehr unterschiedlich zu reagieren. Während teilweise Spieler, die beim Cheaten erwischt werden, mit temporären Strafen belegt werden, erscheint der Bann von Zenon schon sehr drastisch.

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