Teenager will für sein Recht als Gamer vor Gericht ziehen

von Martin Hartmann (Montag, 18.05.2020 - 12:57 Uhr)

Die Kagawa-Präfektur in Japan will, dass Minderjährige weniger zocken. Einer der betroffenen Jugendlichen hält die Beschränkungen für ungerechtfertig und überzogen. Mithilfe eines Anwalts, will der Teenager die Maßnahmen nun anfechten.

So einfach nimmt dieser Teenager die Einschränkungen seiner Bildschirmzeit nicht hin.So einfach nimmt dieser Teenager die Einschränkungen seiner Bildschirmzeit nicht hin.

Update vom 18.05.2020 - 12:57 Uhr

Teenager hat genug von den Beschränkungen seiner Provinz

Minderjährige in der Kagawa-Präfektur in Japan dürfen unter der Woche nur noch eine Stunde am Tag zocken. Darüber hinaus sind auch Smartphones nach 22 Uhr verboten. Auch wenn die Durchsetzung der Regeln allein von den Eltern abhängt ist, will ein Teenager nun vor Gericht ziehen.

Wie die AFP-News berichtet, sammelt der Jugendliche namens Wataru, mit der Hilfe eines Anwalts, aktuell Geld für ein Verfahren. Bei dem Kampf gegen die Limitierungen gehe es ihm vor allem ums Prinzip.

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"Wie lange Kinder Videospiele spielen oder ein Smartphone benutzen, sollte von der Familie entschieden werden und nicht von der Regierung", erklärte er AFP-News. Er selbst würde nicht besonders viel zocken. Allerdings sei er schon von Online-Servern gekickt worden, weil es später als 22 Uhr war.

Die Regierung begründete das Verbot mit dem Kampf gegen Videospielsucht und Schulschwänzern. Wataru entgegenet, dass Videospiele für viele Jugendliche, die Probleme in der Schule haben, eine Befreiung sein kann. Die Maßnahmen seien nichts weiter, als ein Versuch, den Kindern zu verbieten, Spaß zu haben.

Originalmeldung vom 06.04.2020 - 13:44 Uhr

Japan will gegen Internet- und Videospielsucht vorgehen

Die Regierung der Kagawa-Präfektur in der Shikoku-Region Japans hat genug vom pausenlosen Zocken seiner Jugend. Wie Siliconera berichtet, soll die Zeit vor dem Bildschirm durch ein neues Gesetz erheblich eingeschränkt werden. Durch die Regelungen sollen Internet- und Videospielsucht der Kampf angesagt werden. Das Gesetz trat bereits am 1. April in Kraft.

Von nun an, dürfen Minderjährige unter der Woche nur noch eine Stunde am Tag Videospiele spielen. Am Wochenende bekommen sie immerhin 90 Minuten Zeit. Darüber hinaus dürfen sie nach 22 Uhr kein Smartphone mehr benutzen.

Doch wie sollen die Vorschriften durchgesetzt werden? Die Regierung kann schließlich nicht jeden Tag eine Truppe Polizisten zu den Kindern nach Hause schicken, um den Stecker der PlayStation zu ziehen. Stattdessen liegt alle Verantwortung bei den Eltern. Sie sollen darauf achten, dass ihre Sprösslinge nur die gesetzlich vorgegebene Zeit vor dem Bildschirm verbringen.

Tekken-Produzent Katsuhiro Harada kritisiert das Gesetz scharf. Auf Twitter schreibt er, dass einige Eltern nur einen Sündenbock suchen, weil sie ihre Kinder nicht richtig erziehen konnten.

Bereits mehrere Monate zuvor, wurde eine noch striktere Version des Gesetzes abgelehnt. Auch diesmal wurde es knapp.

Laut Siliconera hätten die Befürworter des Gesetzes einige Stimmen aus der Bevölkerung gesammelt. In der entschiedenen Sitzung wurde jedoch nur eine Zusammenfassung der Meinungen präsentiert, keine tatsächlichen Beispiele. In der Folge hätten sich einige unentschlossene Stimmberechtigten enthalten, und das Gesetz wurde erlassen.

Hand aufs Herz: Zockt ihr vielleicht doch zu viel?

Die Kagawa-Präfektur will mit strengen Vorschriften gegen Internet- und Videospielsucht vorgehen. Die Beschränkungen wirken allerdings sehr streng. Zudem gibt es praktisch keine Möglichkeiten die neuen Regelungen auch durchzusetzen. Was haltet ihr von dem Gesetz? Schreibt es uns in die Kommentare.

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