Pokémon: US-Zoll findet Fake-Spielzeug im Wert von 600.000 Dollar

von Martin Schwarz (Freitag, 22.05.2020 - 14:24 Uhr)

Immer wieder kommt es vor, dass der Zoll gefälschte Produkte beschlagnahmt. Mit welchen Begründungen das geschieht ist allerdings nicht immer nachvollziehbar, wie ein aktueller Fall beweist, in dem 86.000 gefälschte Pokémon-Figuren gefunden wurden.

Es ist erstaunlich, dass Leute für solche Figuren Geld ausgeben würden.Es ist erstaunlich, dass Leute für solche Figuren Geld ausgeben würden.

Pokémon: US-Zoll schnappt sie sich alle

Diese Woche machte der US-Zoll bei einer Lieferung aus Hongkong einen ganz besonderen Fund: 86.000 gefälschte Pokémon-Figuren mit einem Warenwert von 600.000 US-Dollar wurden beschlagnahmt. Mit welcher Begründung dies geschah, lässt den ein oder anderen von euch bestimmt die Stirn runzeln. Anstatt einfach zu sagen, dass es sich bei den Figuren um Fälschungen handelt, die aufgrund der Verletzung von Markenrechten beschlagnahmt und zerstört werden, wurde von den Behörden ein merkwürdiges und widersprüchliches Statement abgegeben:

In Zusammenarbeit mit dem Markeninhaber konnte die United States Customs and Border Protection (CBP) feststellen, dass es sich bei den Figuren um Fälschungen handelt. Der CBP-Importspezialist schätzt die Lieferung auf einen Warenwert von 603.936 US-Dollar. Die Behörden beschlagnahmten die Lieferung, weil sie die US-Rechte am geistigen Eigentum verletzt. Die Lieferung sollte an eine Adresse in Snyder County gehen.

Die Figuren sind klein und bergen für Kinder eine potenzielle Erstickungsgefahr. Außerdem sind gefälschte Spielzeuge oft mit übermäßig viel Bleifarbe beschichtet. Die beschlagnahmten Spielzeuge wurden nicht auf Blei getestet.

„Neben dem Schutz des geistigen Eigentums des Markeninhabers ist es auch die Aufgabe der Customs and Border Protection potenziellen Schaden von amerikanischen Verbrauchern abzuwenden, der durch gefälschte Produkte verursacht werden kann. Bei diesen Figuren sei das die Erstickungsgefahr für Kinder,“ sagte Michelle Stover, CBPs Hafendirektorin für den Harrisburger Hafen. „CBP-Beamte bleiben dazu verpflichtet mit unseren Partnern für Verbrauchersicherheit zusammenzuarbeiten, um Amerikas Verbraucher vor gefährlichen gefälschten Produkten zu beschützen.“

Dieses Statement wirft einige Fragen auf. Wenn von diesen Figuren mit einem Straßenwert von ungefähr 600.000 US-Dollar eine Erstickungsgefahr ausgeht, sind dann die originalen Figuren für Kinder weniger gefährlich? Auch ist es seltsam, eine mögliche Bleibeschichtung als Grund für die Beschlagnahmung anzugeben, aber die Figuren dann nicht auf eine solche zu testen. Nichtdestotrotz ist es gut, dass die Fälschungen aus dem Verkehr gezogen wurden.

Welches Pokémon seid ihr?

Fälschungen sind in der Videospielindustrie schon lange Zeit ein Problem, deshalb sind solche Beschlagnahmungen eigentlich eine gute Nachricht. Warum die Zollbehörde in ihrem Statement um den heißen Brei herumredet, ist jedoch nicht ganz nachvollziehbar. Was sagt ihr dazu? Schreibt eure Meinung gerne in die Kommentare!

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