Black Lives Matter: CoD will Rassismus stärker bekämpfen

von Nathan Navrotzki (Donnerstag, 04.06.2020 - 14:29 Uhr)

Im Zuge der „Black Lives Matter“-Proteste kritisiert die Community Call of Duty für die vielen rassistisch motivierten Fehlverhalten anderer Spieler. Als Antwort auf die Kritik versprechen Publisher und Entwickler den Rassismus im Online-Spiel stärker mit verschiedenen Methoden zu bekämpfen.

Call of Duty soll bald mehr gegen rassistische Äußerungen vorgehenCall of Duty soll bald mehr gegen rassistische Äußerungen vorgehen

Black Lives Matter: Call of Duty in der Kritik

Dass Call of Duty ein Problem mit Rassismus und Sexismus hat, ist nichts Neues. Um zu provozieren und hasserfüllte Meinungen zu verbreiten, beleidigen einige Spieler Andere aufs Übelste und wählen gewaltverherrlichende Benutzernamen. Besonders zu Zeiten von Black Lives Matter häufen sich diese Vorkommnisse – aber weder die Spieler, noch Activision, lassen sich das weiterhin gefallen.

In einem Tweet verkündet Entwickler Activision Blizzard hinter der „Black Lives Matter“-Bewegung zu stehen. Um ein Zeichen zu setzen und „wichtigeren Stimmen“ den Vortritt zu lassen, wurde sogar die vierte Season für Call Of Duty: Modern Warfare verschoben.

Obwohl die Community diese Entscheidung größtenteils befürwortet, wurden Stimmen laut, die die Entwickler auf die weiterhin bestehenden Probleme im Spiel aufmerksam machten. Zum einen gäbe es da die Benutzernamen, die den traditionellen Gamertag ersetzen. Diese erlauben es Spielern ihre angezeigten Namen frei zu wählen, unabhängig davon, ob Andere denselben benutzen. Seit den Protesten nach George Floyds Tod verbreiten sich wieder stark rassistische Namen und Kommentare im Spiel wie Lauffeuer.

Call of Duty soll keinen Platz für Rassismus bieten

Die Wünsche der Community an die Entwickler zu reagieren, wurden anscheinend erhört. Zumindest verspricht Infinity Ward in einem Statement Änderungen, die dem Fehlverhalten einiger Spieler entgegenwirken und sie bestrafen sollen.

„Rassistische Inhalte haben in unserem Spiel keinen Platz. Das ist eine Anstrengung, der wir seit Launch versuchen nachzugehen und wir müssen es besser machen. Täglich bannen wir tausende rassistische und hasserfüllte Namen. Aber wir wissen, dass wir mehr tun müssen. Und daran arbeiten wir:

  • mehr Ressourcen um rassistische Inhalte zu kontrollieren
  • zusätzliche Melde-Systeme im Spiel um stündlich mehr Spieler bannen zu können
  • Hinzufügen von Filtern und Verschärfen der Regelungen für Namensänderungen
  • Evaluierungen über Besserungen im Spiel
  • Vermehrt permanente Banne erteilen

Wir möchten uns bei unseren Spielern entschuldigen. Dies ist unsere Verpflichtung euch gegenüber, unseren Fans. Dankeschön.

Informationen darüber wann die Änderungen im Spiel implementiert werden, gibt es noch keine. Obwohl die Versprechungen einige Fans freuen, kritisieren andere Activision Bilzzard für ihre angeblich oberflächliche Unterstützung der Bewegung. Immerhin bestrafte der Publisher erst letztes Jahr einen Spieler für seine Worte zu den Protesten in Hong Kong auf einem Live-Event.

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