Steam schockiert User: Piraten-Adventure wird heimlich zum Hentai-Spiel

von Nathan Navrotzki (Dienstag, 16.06.2020 - 15:48 Uhr)

Fans eines Piraten-Spiels staunten nicht schlecht als sie merkten, dass ihr Action-Adventure mit einem Hentai-Spiel auf Steam ausgetauscht wurde. Das Vorgehen ganze Spiele mit anderen zu ersetzen wird auf der Plattform zunehmend zum Problem.

Auf Steam blickt euch ein Anime-Mädchen tief in die Seele, wo es zuvor nur Seeräuber-Kämpfe stattfanden.Auf Steam blickt euch ein Anime-Mädchen tief in die Seele, wo es zuvor nur Seeräuber-Kämpfe stattfanden.

Steam: Vom Piraten zum Harem-Helden

Stellt euch vor, ihr durchquert den einen Tag noch als furchtloser Pirat die sieben Weltmeere und am nächsten Tag findet ihr euch plötzlich umzingelt von halbnackten Anime-Mädchen wieder. Gut, für den Einen oder Anderen mag das vielleicht nach alles andere als einem Alptraum klingen. Die Fans vom Steam-Spiel „Tale of Fortune“ mussten vor Kurzem aber das mit großer Ernüchterung feststellen: ihr Abenteuer auf hoher See war beendet und wurde ausgetauscht mit einem sehr expliziten „Ü-18“-Spiel.

Name und Seite zum Steam-Spiel blieben gleich, doch die Inhalte unterscheiden sich drastisch voneinander. Illegal ist diese Praxis nicht. Den Grund darin erklärt die Plattform sogar selbst in ihren AGB. Demnach bezahlt ihr auf Steam lediglich für die Lizenz ein existierendes Spiel zu spielen. Besitzen tut ihr es nicht. In den Geschäftsbedingungen wird zudem ausdrücklich erwähnt, dass sich die Inhalte der angebotenen Spiele jederzeit ändern können. Steam ist demnach rechtlich abgesichert, was solche krassen Veränderungen angeht.

Der Anwalt Richard Hoeg beschäftigt sich in einem Video tiefergehend mit der Materie, falls ihr mehr dazu wissen wollt:

Steam: Entwickler sparen Geld mit fragwürdigen Mitteln

Wie Hoeg in seinem Video, und Mellow_Online1 in einem detaillierten Steam-Post, bemerkt haben, handelt es sich bei Tale of Fortune um keinen Einzelfall. Aiball: Drunk erschien so zum Beispiel 2016 auf der Plattform und unterhielt einige glückliche Spieler mit verrücktem Mehrspieler-Spaß. Im März 2019 wurde dieses dann aber plötzlich gegen ein Spiel namens Penguin Cretins ersetzt, welches nichts mehr mit dem originalen Spiel zu tun hatte. Fans von Aiball: Drunks konnten das Spiel auch damals nicht mehr zum Laufen bringen oder neu herunterladen. Es wird vermutet, dass Entwickler unbeliebte Spiele einfach mit neuen Projekten ersetzen, um sich das Geld für eine neue Seite auf Steam zu sparen.

Wir erraten eure Persönlichkeit anhand eurer Spielgewohnheiten

Was auch immer der Grund hinter dem fragwürdigen Vorgehen der Entwickler ist – Steam sollte dem vermutlich einen Riegel vorschieben. Spiele wie Tale of Fortune, mit seiner expliziten Darstellung von sexuellen Inhalten, könnten so nicht nur Spieler verwirren oder vergraulen sondern auch Minderjährigen „Ü-18“-Content liefern, für den ursprünglich nicht bezahlt wurde.

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