EA, nimm dich in Acht: UK geht gegen Lootboxen vor

von Martin Hartmann (Freitag, 03.07.2020 - 14:20 Uhr)

Lootboxen in Videospielen sind nicht nur bei Spielern extrem unbeliebt. Hier erfahrt ihr, warum das britische "House of Lords" die Kisten jetzt als Glücksspiel einstufen und regulieren will.

Lootboxen sind vor allem für Kinder eine Gefahr.Lootboxen sind vor allem für Kinder eine Gefahr.

Update vom 03.07.2020 - 14:20 Uhr

Britisches "House of Lords" warnt vor Lootboxen

Sind Lootboxen Glückspiel? Diese Frage wird von Politikern auf der ganzen Welt diskutiert. Ein Komitee des britischen "House of Lords" hat nun eine Entscheidung getroffen.

Wie BBC News berichtet, sehen die Lords die unbeliebten Boxen unter dem Glücksspielakt von 2005. Nun seien Maßnahmen nötig, denn es bestehe Gefahr, dass gerade Kindern auf diese Weise Glücksspiel näher gebracht wird. In ihrem Bericht schreiben sie:

"Wenn das Produkt wie Glücksspiel aussieht und sich wie Glücksspiel anfühlt, dann sollte es genau wie Glücksspiel reguliert werden."

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Die Regierung müsse nun sofort reagieren, um Lootboxen entsprechend zu kontrollieren. Die Regeln sollen zudem für "alle Mechanismen, bei denen ein Spieler Geld für einen zufälliges Item ausgibt" gelten.

Eigentlich sollte erst im Rahmen eines neuen Glücksspielakts über Lootboxen geredet werden. Das "House of Lords" warnt jedoch, dass das Problem bereits vorher in Angriff genommen werden müsse.

Originalmeldung vom 06.03.2020 - 16:30 Uhr

Lootboxen: Zwar kein Glücksspiel aber trotzdem gefährlich

In Australien muss man für Lootboxen vielleicht bald den Ausweis vorzeigen. Ein Komitee des australischen Repräsentantenhauses empfahl in seinem Bericht, den Zugang zu den virtuellen Mystery-Boxen und anderem simulierten Glückspiel für Minderjährige zu beschränken. Durchsetzen wolle man die Maßnahme mit einem „verpflichtenden Altersnachweis“.

Nach dem „Interactive Gambling Act 2001“ fallen Videospiele nicht unter Glücksspiel. Trotzdem habe das Komitee Bedenken, dass junge Menschen durch Lootboxen „simuliertem Glückspiel ausgesetzt werden“.

Minderjährige kämen zudem häufig durch ihre Eltern in den Kontakt mit „Online-Glücksspiel“. Das Komitee will Eltern darum mehr Informationen zur Verfügung stellen, damit sie über die Risiken für ihre Kinder informiert sind. Damit wolle man auch erreichen, dass Eltern aufmerksamer gegenüber simuliertem Glückspiel in Videospielen werden.

Eine Studie aus Austrialien war bereits 2018 zu dem Schluss gekommen, dass Lootboxen psychologisch echtem Glücksspiel ähneln. Belgien und die Niederlande griffen direkt hart durch und erklären: Lootboxen sind Glücksspiel und damit illegal.

Welcher Publisher wärt ihr?

Nach Belgien und den Niederlanden sagt auch Australien den verhassten Lootboxen den Kampf an. Vor allem in Vollpreisspielen werden die Kisten stark kritisiert, da sie häufig mit "Pay to Win"-Mechaniken in Verbindung gebracht werden. Was sagt ihr zu den Maßnahmen der Australier? Wüncht ihr euch das auch für Deutschland? Lasst uns eure Meinung in den Kommentaren wissen!

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