Xbox Series X: Microsoft setzt im Konsolenkrieg auf neue Methoden

von Gregor Elsholz (Montag, 17.08.2020 - 17:49 Uhr)

Xbox-Chef Phil Spencer hat in einem Podcast-Interview seine Meinung zu den Verkaufszahlen der Xbox Series X dargelegt – und dabei eine neue Herangehensweise an den Konkurrenzkampf in der Gaming-Industrie offenbart.

Microsoft verfolgt mit der Xbox Series X neue Pläne.Microsoft verfolgt mit der Xbox Series X neue Pläne.

Jede Konsolengeneration gibt es eigentlich das mittlerweile vertraute Säbelrasseln: Die größten Gaming-Giganten der Zeit stellen die Vorzüge ihrer neuen Konsolen vor, teasern die technischen Neuerungen und die kommenden Spiele. Dann landen die brandneuen Konsolen in den Läden und es beginnt das große Shopping. Nach einer gewissen Zeit werden die ersten Verkaufszahlen verglichen – und die meistverkaufte Konsole darf sich als Gewinner des Konsolenkriegs fühlen. Xbox-Chef Phil Spencer sieht diese archaische Tradition nun allerdings für die Xbox Series X als nicht mehr als zeitgemäß an.

Xbox Series X: Konsolenverkäufe nicht mehr das Nonplusultra

Im "Animal Talking"-Podcast erklärte Spencer, dass Microsoft nicht mehr wie in früheren Zeiten einfach nur die besten Verkaufszahlen mit der Xbox Series X erreichen wolle. In diesem Fall würde das Unternehmen dieselben Spiele nicht auch für PC-Gamer und die aktuelle Xbox One verfügbar machen. Auch Services wie xCloud und das Gaming auf Mobilgeräten wäre dann laut Spencer nicht möglich.

Anstatt sich allein auf die Verkaufszahlen der neuen Konsole zu konzentrieren, wie es zum Beispiel Nintendo und Sony in der Vergangenheit getan hätten, würde Microsoft nun mehr darauf hinarbeiten, ihre Spielerlebnisse um die Gamer herumzubauen. Zu diesen Aussagen passt, dass Microsoft dem Xbox Game Pass in Zukunft wohl deutlich mehr Bedeutung zuordnen wird und damit vielmehr eine Art Gaming-Universum auf mehreren Plattformen schaffen will, anstatt sich nur auf eine Konsole zu konzentrieren.

Hört euch Phil Spencers Aussagen im "Animal Talking"-Podcast hier an:

Xbox Series X: Evolution in der Gaming-Industrie

Der traditionelle Konsolenkrieg, bei dem es ausschließlich um den Verkauf von Konsolen und die bestmögliche Plattform ging, scheint nun von Microsoft also nicht mehr mitgetragen zu werden – und wird in dieser bekannten Form wohl auch voraussichtlich nicht mehr stattfinden. Nintendo, Sony und Microsoft haben sich in so unterschiedliche Richtungen hin entwickelt und bieten solch verschiedene Plattformen an, dass es nicht mehr so wie zu alten Zeiten drei gleichgestellte Konkurrenten sind.

Der Konkurrenzkampf in der Gaming-Industrie wird deswegen jedoch nicht einfach beendet. Auch wenn die drei Gaming-Giganten verschiedene Herangehensweisen wählen, müssen sie schließlich trotzdem weiter um die Aufmerksamkeit, das Geld und die Zeit von Gamern konkurrieren. Der Konsolenkrieg wird somit voraussichtlich nicht vollständig verschwinden, sondern sich an die neuen Ansprüche und Bedürfnisse der Industrie anpassen. Welche Herangehensweise den größten Erfolg bringen und wie dieser Erfolg schlussendlich gemessen werden wird, muss sich in der neuen Konsolengeneration noch zeigen.

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