Shitstorm wegen FIFA-Werbung für Kinder: Jetzt reagiert EA

von Martin Hartmann (Donnerstag, 01.10.2020 - 12:59 Uhr)

Nach einer kontroversen FIFA-Werbung in einer Kinderzeitschrift muss EA reagieren.Nach einer kontroversen FIFA-Werbung in einer Kinderzeitschrift muss EA reagieren.

Electronic Arts geriet in die Kritik, nachdem in einer Kinderzeitschrift Mikrotransaktionen beworben wurden. Jetzt reagiert der Publisher mit einem offiziellen Statement und zieht Konsequenzen auf dem Shitstorm.

Update vom 01.10.2020 - 12:59 Uhr

EA wird nach FIFA-Shitstorm zum Handeln gezwungen

Die Anzeige in der britischen Kinderzeitschrift Smyths Toys, in der Mikrotransaktionen für FIFA 21 beworben werden, zog einen Shitstorm nach sich. Jetzt "entschuldigt" sich Electronic Arts in einem offiziellen Statement:

"Wir nehmen die Verantwortung sehr ernst, die wir haben, wenn wir EA-Spiele auf Kanälen bewerben, zu denen auch Kinder Zugriff haben. Trotzdem sind wir uns bewusst, dass Werbung für FIFA-Punkte an einem Ort aufgetaucht ist, an dem sie nicht sein sollte. Wir arbeiten mit Smyths zusammen, um sicherzustellen, dass die Werbung nicht in den übrigen Ausgaben des Kataloges für 2020 auftauchen wird."

Weiterhin versichert der Publisher, dass alle zukünftigen Werbeanzeigen untersucht werden, damit das Marketing der "Verantwortung gegenüber jüngeren Spielern gerecht wird".

Originalmeldung vom 30.09.2020 - 13:28 Uhr

EA wird für FIFA-Werbung in Kinderzeitschrift kritisiert

Die britische Zeitschrift Smyths Toys richtet sich vor allem an Kinder. Der Publisher EA wird jetzt dafür kritisiert, genau dort Mikrotransaktionen zu bewerben.

Der Twitter-Account "FIFA21Mistakes" zeigt, wie die Werbeanzeige für FIFA 21 Ultimate Team aussieht. Dort wird in vier kinderleichten Schritten erklärt, wie die Spieler ihre Traummannschaft zusammenstellen können. Im zweiten Schritt sollen FIFA-Punkte zum Öffnen von Spieler-Packs "benutzt werden". In Wahrheit werden diese jedoch mit echtem Geld gekauft.

Ist EA oder die Zeitschrift schuld?

Auch auf Reddit wird die Werbung scharf kritisiert. "freakedmind" schreibt, dass es extrem verwerflich sei, den Kindern vorzuschlagen, die Punkte zu kaufen, um damit Packs zu öffnen. Dadurch würden Ingame-Käufe bereits bei jungen Spielern normalisiert. "fictionchris" vermutet jedoch, dass in diesem Fall der Herausgeber der Zeitschrift die Schuld trägt. So sei es Smyths Toys selbst, der die FIFA-Punkte verkauft und jetzt in der Zeitschrift bewirbt.

Mikrotransaktionen sind inzwischen so verbreitet, dass auch die Politik gezwungen wird einzugreifen. In Belgien werden Lootboxen bereits seit 2018 als Glücksspiel eingestuft und sind damit verboten. Auch in Großbritannien wird derzeit untersucht, ob die Zusatzkäufe weiterhin erlaubt sein sollen.

Welcher Publisher wärt ihr?

Electronic Arts wird dafür kritisiert, Mikrotransaktionen in einer Zeitschrift für Kinder zu bewerben. Würdet ihr es begrüßen, wenn die Zusatzkäufe auch in Deutschland als Glücksspiel eingestuft und verboten werden? Besucht gerne unsere Facebook-Seite und schreibt es uns dort in die Kommentare.

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