Cyberpunk 2077

Cyberpunk 2077: Studio-Chef unter Beschuss - und rudert zurück

von Martin Hartmann (Freitag, 30.10.2020 - 14:22 Uhr)

Cyberpunk 2077 wurde erneut verschoben. Bildquelle: Getty Images/ AaronAmatCyberpunk 2077 wurde erneut verschoben. Bildquelle: Getty Images/ AaronAmat

Bereits seit einigen Wochen wird über die schrecklichen Arbeitsbedingungen beim Entwickler von Cyberpunk 2077 diskutiert. Der "CD Projekt Red"-Chef muss sich jetzt für eine Aussage entschuldigen, die das Problem kleinredet.

Warum sich der "CD Projekt Red"-Chef entschuldigen?

Der polnische Entwickler CD Projekt Red musste Cyberpunk 2077 schon wieder verschieben. In einem Gespräch mit Investoren war der Studio-Chef Adam Kicinski darum gezwungen, auch auf die Crunch-Zeiten einzugehen, unter denen die Entwickler seit einigen Wochen leiden.

Das Unternehmen musste bereits selbst zugeben, dass Mitarbeiter zu einer Sechs-Tage-Woche gezwungen wurden. Der Videospieljournalist Jason Schreier deckte kurz darauf auf, dass die Arbeitsbedingung in Wahrheit wohl noch schlechter sind. Trotzdem beteuerte Kicinski, dass die Crunch-Zeit "gar nicht so schlimm ist, und es auch niemals war". Die meisten Entwickler seien sogar glücklich damit, in den letzten drei Wochen mehr zu arbeiten.

Hinter den Kulissen muss der Studio-Chef seine Worte jedoch zurücknehmen. Schreier veröffentlicht auf Twitter eine Mail, in der er sich bei seinen Mitarbeitern für seine "äußerst schlimme Aussage" entschuldigt.

"CD Projekt Red"-Chef nimmt Aussage zurück

So habe er sich eigentlich überhaupt nicht zu den Crunch-Zeiten äußern wollen und bereut, es dennoch getan zu haben. Weiterhin sei er stolz auf das Herz und die Seele, die jeder Mitarbeiter jeden Tag in seine Arbeit steckt:

"Ich habe nichts zu meiner Verteidigung zu sagen. Was ich gesagt habe, war noch nicht einmal unvorteilhaft, es war äußerst schlimm. Bitte akzeptiert meine aufrichtige und ehrliche Entschuldigung."

Um Cyberpunk 2077 fertigzustellen, müssen die Entwickler extrem viele Überstunden leisten. Der "CD Projekt Red“-Chef redete dieses Opfers erst klein und musste sich jetzt dafür entschuldigen. Seine Aussagen seien "äußerst schlimm" gewesen.

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