Noch mehr Mikrotransaktionen? Activision plant mehr Mobile Games

von Gregor Elsholz (Mittwoch, 04.11.2020 - 15:36 Uhr)

Activision will Mobile Games für alle eigenen Franchises entwicklen.Activision will Mobile Games für alle eigenen Franchises entwicklen.

Activision-Blizzard hat große Pläne - für den "Mobile Games"-Markt. Das Unternehmen will sich anscheinend in den nächsten Jahren besonders stark auf Handy-Spiele konzentrieren und die eigenen Franchises damit stärken. Ob das gelingen wird?

Bereits Ende 2019 hatte Activision angekündigt, dass in Zukunft ein größerer Fokus auf den Handymarkt gelegt werden solle und in Zukunft einige Mobile Games geplant seien. Nun legte das Unternehmen allerdings nach: COO von Activision-Blizzard, Daniel Alegre, hat verkündet, dass ALLE bestehenden Franchises des Entwicklers einen Auftritt als Mobile Games bekommen sollen.

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Activision: Mobile Games sind profitabel

Alegre hat in einem Gespräch mit Investoren das Ziel ausgegeben, ein größtmögliches Publikum für die eigenen Franchises zu erreichen. Dafür böte sich der "Mobile Games"-Markt natürlich allein von der Anzahl von Handybesitzern (zum Beispiel im Vergleich zur Anzahl der Konsolenbesitzer) eine ideale Gelegenheit.

Seit Activision 2016 den "Mobile Games"-Entwickler King für 5,9 Milliarden US-Dollar übernommen hat, stammt ein beträchtlicher Teil der Einnahmen des Unternehmens ohnehin aus dem "Mobile Games"-Bereich: In der Zeit zwischen Juli und September 2020 waren es insgesamt 34 Prozent der Gesamteinnahmen.

Aus dieser Perspektive ist es also wenig verwunderlich, dass Activision den "Mobile Games"-Markt weiter bearbeiten will. Allerdings ist eben dieser Markt für viele Gamer untrennbar mit der verhassten Mikrotransaktionen-Mechanik verbunden, die auch Activision schon flächendeckend in die eigenen Spiele eingebaut hat.

Freemium-Spiele: Activision setzt auf Mikrotransaktionen

Allein zwischen Juli und September 2020 hat Activision über Mikrotransaktionen insgesamt 1,2 Milliarden US-Dollar eingenommen. Auch wenn diese nicht ausschließlich in Mobile Games implementiert werden, sind sie auf dem Handy doch besonders präsent und können allzu leicht zu gefährlichem Glücksspiel verkommen. Auch der ansonsten positiv aufgenommene Port Call of Duty: Mobile wurde in der Vergangenheit für den übermäßigen Einsatz von Mikrotransaktionen kritisiert.

Wenn Activision also alle eigenen Franchises als Mobile Games umsetzen will, dann liegt der Verdacht nahe, dass viele von ihnen mit exzessiven Mikrotransaktionen bestückt werden würden – was in der Regel nicht mit Begeisterung aufgenommen wird.

Zu dem Franchise-Portfolio von Activision-Blizzard gehören neben Call of Duty unter anderem die Franchises Starcraft, Overwatch, Spyro, Warcraft, Destiny, Tony Hawk's Pro Skater und Guitar Hero. Darüber wurden mit Crash: On the Run und Diablo Immortal bereits Mobile Games für zwei beliebte Franchises angekündigt – was im Fall von Diablo jedoch zu einem echten Shitstorm von Fans geführt hat. Ob Activisions Strategie also trotz des zwielichtigen Rufs von Mobile Games zum Erfolg führen wird, muss sich erst noch zeigen.

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Was haltet ihr von Activisions Plänen? Freut ihr euch über die neuen Mobile Games oder würdet ihr die Franchises lieber auf dem PC bzw. den Konsolen spielen? Besucht uns auf unserer Facebook-Seite und schreibt uns dort eure Meinung in den Kommentarbereich!

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