Marvel's Avengers

Verlustgeschäft: Marvel's Avengers sorgt bei Square Enix für lange Gesichter

von Gregor Elsholz (Dienstag, 10.11.2020 - 14:50 Uhr)

Marvel's Avengers ist eine Enttäuschung für Square Enix.
Marvel's Avengers ist eine Enttäuschung für Square Enix.

Square Enix hat sich von dem Superhelden-Epos Marvel's Avengers zweifellos mehr versprochen. Die aktuelle Bilanz des Entwicklers zeigt einen herben finanziellen Verlust - und das Blockbuster-Spiel trägt eine große Mitschuld daran.

Die HD Games Abteilung von Square Enix vermeldete kürzlich einen Verlust von insgesamt 63 Millionen US-Dollar, was ungefähr 53,4 Millionen Euro entspricht. Zu dieser Abteilung gehört neben dem Final Fantasy 7 Remake auch Marvel's Avengers – und das teuer produzierte Superhelden-Spiel ist offensichtlich für einen großen Anteil des Verlustgeschäfts verantwortlich.

Marvel's Avengers: Viel Einsatz, wenig Ertrag

Marvel's Avengers sollte zweifellos einer der größten Blockbuster-Hits 2020 werden – doch stattdessen legte das Spiel eine unsanfte Landung hin. Laut eines Tweets des Gaming-Industrie Insiders David Gibson scheint das Spiel ein Budget von ungefähr 170 Millionen US-Dollar verschlungen zu haben, aber es wurde seit dem Release Ende August nur geschätzte drei Millionen Mal verkauft.

Damit wurde das Ziel für das Game meilenweit verfehlt und auch im Vergleich mit anderen "Triple A"-Games schneidet das Avengers-Abenteuer katastrophal ab. Spider-Man von 2018 wurde zum Beispiel in den ersten zweieinhalb Monaten 9 Millionen Mal verkauft – und das allein auf der PS4. Die bisherigen Verkaufswerte von Marvel's Avengers sind also ohne Frage absolut enttäuschend.

Marvel's Avengers: Gründe für das Fiasko

Es lassen sich relativ schnell mehrere Gründe dafür finden, weshalb sich das Avengers-Game bisher nicht wirklich auf dem Markt durchsetzen konnte. Die Tatsache, dass die Gesichter der Schauspieler des MCUs nicht lizenziert werden konnten, war zum Beispiel zweifellos eine Herausforderung. Die außergewöhnlichen Umstände rund um die Corona-Pandemie stellten die Spielentwicklung natürlich ebenfalls vor unvorhergesehene Probleme.

Aber besonders das Konzept von Marvel's Avengers scheint gegen das Spiel gearbeitet zu haben. Der Fokus auf einer repetitiven Loot-Mechanik und dem Online-Multiplayer wurde von Fans nicht so positiv aufgenommen wie der "Singleplayer Story"-Modus von Spider-Man oder der "Batman: Arkham"-Reihe. Ebenfalls für negative Reaktionen sorgten die stets präsenten Mikrotransaktionen und die zahlreichen Bugs und Glitches.

Rund um den Release hat Square Enix für Marvel's Avengers einen ambitionierten Plan mit diversen kommenden Charakteren und anderen Inhalten angekündigt. Inwieweit diese Unterstützung des Spiel noch finanzielle Früchte tragen wird, muss sich noch zeigen.

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