Skandal in CoD: Warzone? - Bekommen besondere Spieler leichtere Gegner?

von Sören Wetterau (Mittwoch, 27.01.2021 - 10:50 Uhr)

Vorteile gegen Bezahlung? Um Call of Duty: Warzone ist eine erneute Pay2Win-Debatte ausgebrochen.Vorteile gegen Bezahlung? Um Call of Duty: Warzone ist eine erneute Pay2Win-Debatte ausgebrochen.

Erhalten Spieler in Call of Duty: Warzone weniger starke Gegner, wenn sie für Mikrotransaktionen bezahlen? Ein Spieler hat einen Test durchgeführt und kommt zu einem unschönen Ergebnis.

Die "Pay 2 Win"-Vorwürfe rund um Call of Duty: Warzone nehmen nicht ab. Nachdem vor wenigen Wochen ein Skin im Mittelpunkt gestanden hat, ist es nun das Matchmaking. Einem Spieler ist es merkwürdig vorgekommen, dass er ständig in Matches mit deutlich besseren Spielern gesteckt wurde, obwohl er selbst kaum gute Statistiken hat.

Er entschließt sich kurzerhand zu einem Test und erwirbt im Spiel den kostenpflichtigen Battle Pass. Danach, so der Spieler, ist er in Matches mit schlechteren Spielern gekommen.

CoD: Warzone - Einfache Gegner nach Bezahlung?

Der Spieler stellt seine Theorie auf Reddit vor. Unter dem Nutzernamen Rfmx49 zeigt er auf, wie er zu seiner Annahme gekommen ist. Er hat Daten von 80 Matches gesammelt, wovon eine Hälfte vor und die andere nach dem Kauf des Battle Pass aufgezeichnet wurde. Nach einer Analyse ist ihm aufgefallen, dass er nach dem Erwerb eher mit Spielern auf seinem Niveau oder darunter eingestuft wurde als davor.

Die genauen Daten stellt er in einem ausführlichen Google-Dokument vor. Zudem bekräftigt er, dass es sich bei seiner Theorie nicht um eine klassische "Pay 2 Win"-Mechanik handelt, sondern eher um eine Funktion, nicht ständig zu verlieren.

Ein Patent wirft Fragen auf

In Zuge seiner Analyse taucht auch wieder ein Patent auf, welches Activision-Blizzard einst 2017 zugesprochen wurde. In dem Patent wurde ein Matchmaking-System beschrieben, welches Spieler dazu animieren sollte, Mikrotransaktionen zu tätigen. Ein Beispiel hat vorgesehen, dass ein unerfahrener Spieler etwa mit einem erfahrenen Spieler, der bereits einige Mikrotransaktionen getätigt hat, zusammen in ein Match geworfen wird. Der Neuling sollte dadurch den Anreiz bekommen, ebenfalls Ingame-Gegenstände zu erwerben.

Offiziell hat Activision das Patent nie in die Realität umgesetzt. Schon damals erklärte das Unternehmen, dass es sich nur um ein Forschungspatent handelt, welches von einem externen Team entwickelt wurde.

Liefert Call of Duty: Warzone dazu also nun die Gegenthese? Nicht unbedingt. Die Analyse des Reddit-Nutzers ist kein klarer Beweis und die Stichprobe viel zu klein. Das gibt Rfmx49 selbst zu und hofft darauf, dass andere Spieler ebenfalls ihre Matches genauer untersuchen.

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Die aktuellen Vorwürfe lassen sich zudem nicht ganz so einfach bestätigen. Vorstellbar jedoch, dass große YouTuber in Zukunft versuchen, die Matchmaking-Mechanik mithilfe von größer angelegten Tests genauer zu untersuchen.

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