Videospielkultur

Google zieht den Stecker: Gaming-Projekt wird heruntergefahren

von Gregor Elsholz (Dienstag, 02.02.2021 - 15:08 Uhr)

Google Stadia: Entwicklerstudios werden geschlossen.
Google Stadia: Entwicklerstudios werden geschlossen.

Googles ambitioniertes Stadia-Projekt sollte die Zukunft des Gamings einläuten. Stattdessen schließt der Internetgigant jetzt zwei hauseigene Entwicklerstudios, was die Zukunft der Plattform in Frage stellt.

Mit dem Streamig-Service Stadia wollte Google 2019 mit voller Kraft in den Gaming-Sektor einsteigen. Doch das Projekt konnte bis heute nicht so richtig an Fahrt aufnehmen. Als Konsequenz hat Google nun angekündigt, die beiden hauseigenen Game-Studios zu schließen.

Google Stadia: Spielestudios werden geschlossen

Google hat gestern in einem Blog-Eintrag angekündigt, dass die beiden Stadia-Entwicklerstudios in Los Angeles und Montreal geschlossen werden sollen – keines der beiden hat bis jetzt ein Spiel veröffentlicht. Der ursprüngliche Plan von Google, eigene Games für den Streaming-Service Stadia zu entwickeln, ist somit vorerst auf Eis gelegt.

Insgesamt sind von der Schließung der beiden Studios 150 Angestellte betroffen. Laut Google sollen für die meisten von ihnen andere Posten innerhalb des Unternehmens gefunden werden. Stadia selbst ist durch diesen Schritt noch nicht am Ende und der bisherige Service wird davon unberührt weiterlaufen.

Doch die Schließung der eigenen Studios ist ein klares Zeichen dafür, dass Google Stadia sich wohl zumindest bis auf Weiteres nicht als eigenständige Konkurrenzplattform mit exklusiven Spielen neben Xbox, PlayStation und Nintendo etablieren wird. Games von anderen Entwicklern können allerdings natürlich weiterhin für die Streaming-Plattform verfügbar gemacht werden.

Google Stadia: Projekt hat schweren Stand bei Gamern

Stadia konnte sich seit dem Release 2019 nicht bei Gamern durchsetzen und obwohl die Grundfunktion des Services unter optimalen Umständen gut funktioniert, erscheint vielen die Plattform einfach als nicht attraktiv genug. Das Preismodell und die fehlenden Exklusivspiele zählen zu den größten Kritikpunkten an dem Service, während die Grundvoraussetzung, eine starke Internetverbindung, schlicht nicht überall gewährleistet werden kann.

Stadia soll laut Google aber trotzdem weitergeführt und die Technologie anderen Publishern in Kooperation angeboten werden. Möglicherweise könnte der Streaming-Service somit doch noch auf anderen Wegen Erfolg in der Gaming-Branche finden.

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Was haltet ihr von der Schließung der Game Studios? Glaubt ihr, dass Google weiterhin auf Stadia bauen wird oder dass der Streaming-Service irgendwann vollständig eingestellt wird? Besucht uns auf unserer Facebook-Seite und schreibt uns dort eure Meinung in den Kommentarbereich!

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