Videospielkultur

PS5-Scalper spricht Klartext: "Wir bedauern nichts"

von Nathan Navrotzki (Freitag, 12.02.2021 - 11:13 Uhr)

Ein PS5-Scalper lässt im Interview tief blicken. Bildquelle: Getty Images / filistimlyanin
Ein PS5-Scalper lässt im Interview tief blicken. Bildquelle: Getty Images / filistimlyanin

Die PS5-Knappheit frustriert Sony-Fans. Die einzigen Konsolen, die es momentan noch zu kaufen gibt, werden von Scalpern im Internet angeboten. Meistens für das Vielfache des Originalpreises. Nun meldet sich ein Scalper zu Wort – er bereue nichts und sei eigentlich sogar auf der Seite der Guten.

„Scalper verdienen ihren schlechten Ruf nicht.“

Die Konsolen der Next Gen sind überall ausverkauft, nur für utopische Preise von bis zu 1.000 Euro werden diese noch online weiterverkauft. Dahinter stecken Scalper – Leute, die Konsolen in Massen bestellen um sie überteuert weiterzuverkaufen. Einer von ihnen berichtet nun in einem Interview mit Forbes von seinen Erfahrungen. Von Einsicht oder Mitleid ist jedoch keine Spur.

Der Interviewte erzählt er habe im Januar 25 PS5 gekauft um jede einzelne mit einem Profit ab 350 Dollar online weiterzuverkaufen. Er sei sogar der Gründer der Cook Group, einer Gruppe, die zahlenden Mitgliedern beibringt stark limitierte Gegenstände mithilfe von Bots einzukaufen. Er meint das Reselling der begehrten Konsolen sei enorm wichtig und Scalper verdienen ihren schlechten Ruf nicht:

„Es scheint eine MENGE schlechte Presse über diese unglaublich wichtige Industrie zu geben und ich denke nicht, dass das gerechtfertigt ist. Wir fungieren einfach nur als Mittelmann für limitierte Objekte.“

Im weiteren Verlauf des Interviews stellt er sich auf eine Stufe mit Supermärkten. Diese kaufen Lebensmittel immerhin auch viel günstiger ein und verkaufen sie dann teurer weiter. Darauf dass er jedoch Bots nutzt, die eine künstliche Konsolen-Knappheit erzeugen, geht er nicht ein.

Warum sollen Scalper die Guten sein?

Der befragte Scapler geht sogar noch einen Schritt weiter. Mit seiner Aktion möchte er anderen nämlich nur helfen sich etwas Geld dazuzuverdienen. Unter seinen Team-Mitgliedern befinden sich nämlich unter anderem Eltern mit niedrigem Einkommen. Deswegen meint er:

„Es mag vielleicht schade sein, dass ein Kind zu Weihnachten keine PS5 bekommt, aber ein anderes Kind hätte sonst vielleicht komplett ohne Geschenke dagestanden. Wir bereuen nichts.“

Außerdem spendet die Gruppe angeblich viele ihrer Einnahmen an gute Zwecke.

Sollte es bald wieder ein paar PS5 zu kaufen geben, darf Sony gerne auch ein paar coole Spiele hinterherschieben. In der folgenden Bilderstrecke seht ihr die größten PS5-Wünsche unserer Community:

Aufgrund der nachvollziehbaren Wut der Spieler kommt es leider oft zu Todesdrohungen. Diese sind immer unangebracht, weshalb wir euch darum bitten sachlich in den Kommentaren auf Facebook über das Thema zu diskutieren.

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