Streit um Horrorspiel: Entwickler löscht sein eigenes Spiel

von Martin Hartmann (Donnerstag, 04.03.2021 - 10:39 Uhr)

Entwickler und Publisher ringen um ein Horrorspiel auf Steam. Bildquelle: Getty Images/ javitraperoEntwickler und Publisher ringen um ein Horrorspiel auf Steam. Bildquelle: Getty Images/ javitrapero

Der Streit rund um ein Horrorspiel auf Steam eskaliert noch weiter. Nachdem es der Publisher ohne Erlaubnis des Entwicklers verkaufen wollte, holt es sich dieser jetzt mit der Hilfe von Valve zurück.

Update vom 04.03.2021 - 10:39 Uhr

Streit um Steam-Spiel: Entwickler schlägt zurück

Das Entwicklerstudio Frogwares wirft dem Publisher Nacon vor, ein Spiel gestohlen zu haben. Wie Polygon berichtet, eskaliert der Streit jetzt noch weiter. Nach einem DMCA-Takedown wird The Sinking City wird nicht länger auf Steam verkauft.

Frogwares beschuldigt Nacon, das Horrorspiel gehackt zu haben und diese Version auf Steam verkaufen zu wollen. Ein Sprecher von Frogwares erklärt, dass die Steam-Version von The Sinking City aufgrund eines Rechtsstreits um das Spiel im "legalen Limbo" hängt. Anstatt jedoch nach einem Kompromiss zu suchen, habe Nacon das Spiel gehackt und einen DLC hinzugefügt, an dem sie keine Rechte besitzen. Danach hätten sie versucht, ihre Spuren zu verwischen und Wasserzeichen und Logos entfernt.

Der Publisher sieht das jedoch anders. So habe er weiterhin vorgehabt, den Entwicklern einen Anteil an den Gewinnen zu zahlen. Indem der Entwickler diese Situation geschaffen und die Twitter-Community dazu aufgerufen habe, das Spiel nicht zu kaufen, habe Frogwares erneut ihre Investitionen in das Spiel sabotiert.

Es bleibt abzuwarten, wie sich der Rechtsstreit zwischen den beiden Parteien entwickelt. Vielleicht kann The Sinking City dann unter dem Banner von Frogwares eine erneute Rückkehr auf Steam feiern. Zu diesem Zeitpunkt ist es dort allerdings verschwunden.

Originalmeldung vom 01.03.2021 - 15:24 Uhr

Steam: Warum will ein Entwickler nicht, dass ihr sein Spiel kauft?

Das Horrorspiel The Sinking City will mit der düsteren Atmosphäre der Lovecraft-Mythen punkten. Nachdem es mehrere Monate verschwunden war, ist es jetzt zurück auf Steam. Bis zum fünften März ist der Preis sogar um 60% reduziert. Der Entwickler Frogwares äußert sich jetzt jedoch auf Twitter und rät vom Kauf des Spiels ab.

Wie Polygon berichtet, ist dies nur die jüngste Entwicklung in einem andauernden Streit zwischen Frogwares und dem Publisher Nacon. In seinem Tweet erklärt der Entwickler jetzt sogar, dass die Version des Spiels, die auf Steam verkauft wird, nicht von Frogwares entwickelt wurde. Die Warnung wurde für kurze Zeit sogar auf der offiziellen Produktseite für The Sinking City angezeigt.

Spieler wollen Steam-Version boykottieren

Laut Polygon schreiben einige User in den Steam-Rezensionen, dass dort nicht die aktuellste Version des Spiels verkauft wird. Eine Bestätigung von Frogwares gebe es jedoch noch nicht. Auf der offiziellen Website des Entwicklers wird alternativ der Kauf über die Seite Gamesplanet angeboten. Auch viele andere User zitieren in den Bewertungen den Tweet des Entwicklers und rufen dazu auf, die Steam-Version zu boykottieren.

Im August 2020 war der Streit zwischen Entwickler und Publisher soweit eskaliert, dass The Sinking City aus den meisten Online-Stores verschwand. In einem offenen Brief schreibt Frogwares, dass Nacon ihnen etwa eine Million Euro schuldet und sich selbst als Entwickler ausgibt.

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Das Horrorspiel The Sinking City war für eine Weile von Steam verschwunden. Jetzt ist es zurück. Der Entwickler warnt jedoch davor, das Spiel dort zu kaufen. Bereits zuvor hatte sich der Entwickler mit dem Publisher Nacon gestritten, der es jetzt erneut auf Steam verkaufen will.

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