PS5-Desaster für Saturn und MediaMarkt: Jetzt klagt die Verbraucherzentrale

von Robert Kohlick (Montag, 29.03.2021 - 14:49 Uhr)

Die PS5-Vorbesteller-Aktion bei MediaMarkt und Saturn lief alles andere als planmäßig ab. Jetzt schaltet sich die Verbraucherzentrale ein und klagt gegen das Unternehmen. (Bild: GIGA)Die PS5-Vorbesteller-Aktion bei MediaMarkt und Saturn lief alles andere als planmäßig ab. Jetzt schaltet sich die Verbraucherzentrale ein und klagt gegen das Unternehmen. (Bild: GIGA)

Viele Vorbesteller der PS5 hatten sich bereits darauf gefreut, die Konsole pünktlich zum Startschuss in den Händen zu halten. Doch zahlreiche Käufer gingen leer aus. Das Vorbestell-Fiasko machte auch vor Saturn und MediaMarkt nicht Halt – und das hat nun juristische Konsequenzen!

PS5-Vorbestellungen: Verbraucherzentrale reicht Klage gegen MediaMarkt und Saturn ein

Für MediaMarkt und Saturn hat das PS5-Vorbestellungs-Debakel nun üble Folgen. Wir erinnern uns: Kurz vor dem Start der Next-Gen-Konsole von Sony gaben Tausende Kunden eine Bestellung bei den beiden Elektronikmärkten auf und hofften, dass sie am 19. November 2020 die PS5 in den Händen halten würden.

Doch daraus wurde nichts. Die Nachfrage überstieg das Angebot bei Weitem – die PS5 ist selbst 4 Monate nach dem offiziellen Release noch überall ausverkauft. Obwohl MediaMarkt und Saturn die Next-Gen-Konsole nicht liefern konnten, wurden die Bestellungen nicht storniert, sondern der volle Rechnungsbetrag abgebucht – ein neues Zeitfenster für den Versand nannte man jedoch nicht. Die Kunden blieben verwirrt zurück.

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Für die Verbraucherzentrale Sachsen war das ein Dorn im Auge. Durch das Abbuchen des Geldes kam ihrer Meinung nach schließlich ein offizieller Verkaufsvertrag zustande. Saturn und MediaMarkt sehen das anders. In den AGB wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass der Kaufvertrag erst dann rechtskräftig ist, wenn die Ware dem Versand übergeben und eine entsprechende Versandbestätigung an den Kunden geschickt wurde.

Laut der Auffassung der Verbraucherzentrale Sachsen sind die entsprechenden Klauseln der AGB unwirksam. Von "irreführenden geschäftlichen Handlungen" und "verbraucherschutzwidrigen Praktiken" ist laut GamesWirtschaft die Rede. Deswegen habe man nun offiziell beim Landgericht München Klage gegen die Ingolstädter MMS E-Commerce GmbH eingereicht.

Dieses Jahr erscheinen einige vielversprechende Spiele, die ihr auf jeden Fall auf dem Schirm haben solltet:

Klage gegen MediaMarkt und Saturn: Was bedeutet das für die PS5-Kunden?

Wer ebenfalls eine PS5 bei MediaMarkt oder Saturn vorbestellt hat und hofft, dass man Recht auf Schadensersatz hat, der irrt. Das Urteil des Landgericht München dürfte jedoch starken Einfluss auf viele AGBs anderer Online-Shops haben. Diese setzen in vielen Fällen auf ähnliche Formulierungen und Klauseln in ihren allgemeinen Geschäftsbedingungen.

Wie gut kennt ihr euch mit den Sony-Konsolen aus?

Aktuell geht man davon aus, dass ein entsprechendes Urteil erst in 10-12 Monaten gefällt wird. Danach haben beide Parteien zudem die Möglichkeit, gegen das Urteil in Berufung zu gehen. Wir halten euch diesbezüglich auf dem Laufenden.

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