Call of Duty: Warzone

Warum mich Call of Duty nach 13 Jahren noch immer in den Bann zieht

von Robert Kohlick (Samstag, 10.04.2021 - 11:00 Uhr)

Ja, ich gebe es zu – ich liebe Call of Duty immer noch! (Bild: Activision / Getty Images – sanlas
Ja, ich gebe es zu – ich liebe Call of Duty immer noch! (Bild: Activision / Getty Images – sanlas

Call of Duty – die Shooter-Reihe begleitet Spieler inzwischen seit fast 20 Jahren. Auch meine Gaming-Laufbahn wurde stark durch die Serie geprägt. Und obwohl Innovation nicht gerade zur Stärke des Franchises gehört, habe ich nach 13 Jahren immer noch meine Freude am Ego-Shooter – und das hat gute Gründe.

Die erste LAN, das erste CoD

Meinen Erstkontakt mit CoD hatte erst im Jahr 2008. Damals wurde ich von einem Kumpel zu einer LAN-Party eingeladen – und als frischgebackener PC-Spieler war ich natürlich Feuer und Flamme! Neben Counter-Strike und Warcraft 3 wurde irgendwann auch Call of Duty 4: Modern Warfare gezockt – und zwar im Hardcore-Modus. Weniger Leben, Friendly Fire und kein HUD.

Als damaliger Shooter-Noob schoss ich statt den Gegnern meist meine Kameraden über den Haufen, lief planlos auf Backlot herum und kassierte einen Tod nach dem anderen. Obwohl ich in den nächsten zwei Stunden vielleicht eine Handvoll Abschüsse landete und nur Ballast für mein Team war: Mein Ehrgeiz war geweckt!

In den kommenden Wochen und Monaten setzte ich mich mehr und mehr mit dem Spiel auseinander, zockte trotz hohem Ping dank grottiger ISDN-Leitung online im Multiplayer und schloss mich sogar einem Clan mit eigenem Server an.

Doch was sorgte damals überhaupt dafür, dass mich das Spiel so sehr in seinen Bann zog?

Lust auf einen kleinen Nostalgie-Trip? Dann schaut euch doch einfach mal den fast 14 Jahre alten Trailer zu Call of Duty 4: Modern Warfare an:

Call of Duty: Die "Chipstüte" unter den Shootern

Die kurze und knappe Antwort: die schnelle und kompromisslose Action, die in mundgerechte Häppchen verpackt ist. Eine Multiplayer-Runde dauert in den meisten Fällen keine 10 Minuten, dafür kracht es in dieser Zeit aber so richtig. Entscheidungen müssen innerhalb von Sekundenbruchteilen getroffen werden – wer zu lange nachdenkt, hat schon verloren.

Dazu kommt die unkomplizierte und direkte Steuerung, die in allen Teilen ähnlich funktioniert. Quickscoping, Dropshops, Reload-Cancelling – diese Feinheiten haben sich bereits vor Jahren in mein Unterbewusstsein eingebrannt und helfen mir auch heute noch oftmals aus der Patsche.

Und dann ist da noch der legendäre Hitmarker. Dieses wunderbare audiovisuelle Treffer-Feedback, das bei mir denselben Effekt hat wie eine Chipstüte: Wenn ich erst einmal angefangen habe, kann ich nicht genug davon kriegen.

  • Call of Duty: Warzone könnt ihr kostenlos auf PS4 und PS5 spielen:

Zudem belohnt mich CoD für jeden erfolgreichen Abschuss oder Assist mit irgendwelchen Punkten, Abzeichen oder neuen Aufsätzen – als würde mir das Spiel auf die Schulter klopfen und sagen: "Das hast du gut gemacht! Hier ist deine Belohnung." Auch wenn ich weiß, dass es sich nur um einen billigen Taschenspielertrick handelt – bei mir funktioniert er bis heute.

Dazu kommt die brachiale Action der Singeplayer-Kampagne, die kurzweiliges Popcorn-Kino bietet und mich mit seinem Bombast immer wieder für mehrere Stunden gebannt vor den Bildschirm fesselt.

Call of Duty hat auch seine Schattenseiten – nicht jeder kann dem Shooter etwas abgewinnen:

Battlefield-Momente in Call of Duty? Warzone macht's möglich!

Was mir hingegen in vielen CoD-Teilen bisher gefehlt hat, sind die epischen Schlachtfeldmomente, die man sonst nur aus Battlefield kennt. Diese Szenen, in denen man sich aus einem Helikopter stürzt, ein gegnerisches Fahrzeug mit C4 spickt und anschließend in die Luft jagt – ich denke, ihr wisst, was ich meine.

Doch in Warzone, CoDs Battle-Royale-Modus, ist genau das möglich. Auch in Verdansk kann ich einen vorbeifliegenden Helikopter mit meinem RPG aus der Luft holen und mir deswegen den Ast abfreuen. Zugegeben, die Explosionen und Zerstörung wirken beim direkten Genre-Konkurrenten Battlefield nochmal eine Ecke knackiger – aber Glückshormone werden bei mir trotzdem en masse ausgeschüttet.

Fazit: Deswegen begeistert mich Call of Duty noch heute

Auch nach nunmehr 13 Jahren schafft es Call of Duty immer wieder, mich hinter dem Ofen hervorzulocken. Denn obwohl die Shooter-Reihe in ihrer Pubertät einige fragwürdige Eskapaden in die Zukunft unternommen hat, mit denen ich nicht viel anfangen konnte, ist sie ihren Wurzeln fast immer treu geblieben.

Für mich zeichnet sich Call of Duty durch schnörkellose und schnelle Action im Multiplayer und spektakuläre Szenen im Singeplayer aus, von denen selbst Hollywood noch was lernen könnte. Es ist eines dieser Feierabend-Spiele, bei denen man einfach mal abschalten und Spaß haben kann – auch wenn es mich dank Verbindungsproblemen, zu starker Waffen oder unfairen Killstreaks regelmäßig zur Weißglut treibt.

Und auch wenn man berechtigterweise sagen kann, dass uns Activision quasi jedes Jahr das Gleiche auftischt, so muss ich am Ende zugeben, dass ich mich selbst 13 Jahre später noch nicht am CoD-Eintopf satt gegessen habe und mich immer wieder auf den Nachschlag freue.

Habt ihr damals Call of Duty 4: Modern Warfare auch bis zum Umfallen gespielt? Dann dürfte unser Quiz ja kein Problem für euch sein:

Könnt ihr Multiplayer-Maps anhand von Bildern erraten?

Wie sieht das bei euch aus? Seid auch ihr seit Jahren der CoD-Reihe verfallen? Was war euer erstes Call of Duty? Oder könnt ihr der Shooter-Serie so gar nichts abgewinnen? Schreibt es uns in die Kommentare auf Facebook!

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