Nintendo Switch

Kurioser Vertrag: Nintendo will nichts mit der Yakuza zu tun haben

von Nathan Navrotzki (Donnerstag, 06.05.2021 - 15:38 Uhr)

Kiryu aus den Yakuza-Spielen darf Nintendo nicht zu nah kommen.Kiryu aus den Yakuza-Spielen darf Nintendo nicht zu nah kommen.

Eine Klausel in Nintendos Verträgen sorgt für Aufsehen: Kurioserweise findet nämlich die japanische Mafia Erwähnung. Was Nintendo zum organisierten Verbrechen zu sagen hat und an was sich Mitarbeiter genau halten müssen, erfahrt ihr hier.

Gangster haben keine Chance bei Nintendo

In einem Rechtsstreit zwischen Apple und Epic Games kommt momentan so Einiges ans Licht. Unter den geheimen Dokumenten, die nun auftauchen: ein extrem vertraulicher Nintendo-Vertrag. Obwohl vieles vom Dokument geschwärzt ist, hat Stephen Totilo von Axios Gaming etwas Interessantes ausfindig machen können. In einem Tweet teilt er nämlich einen Auszug des Vertrags, in dem Nintendo klar Stellung zu der Yakuza bezieht.

Darin steht geschrieben, dass Nintendos „Content Provider“, also zum Beispiel Geschäftspartner, die Spiele für die Nintendo Switch entwickeln, kein Teil eines „Boryokudan“ sein dürfen. Damit sind gewalttätige Gruppen und allgemein organisiertes Verbrechen gemeint.

Geschäftspartner des familienfreundlichen Unternehmens dürfen nicht nur keine Angestellten aus Gruppen wie der Yakuza haben, sondern sollen in keinster Weise mit ihnen im Kontakt sein. Verboten sind Spenden an solche Organisationen genauso wie Drohungen oder Anwendungen von Gewalt durch Yakuza-Mitglieder.

Tatsächlich sind Yakuza-Klauseln wie bei Nintendo Standard in japanischen Verträgen. Offiziell soll keine große Firma mit der Yakuza zusammenarbeiten. Japans Regierung erhofft sich dadurch, dass die allgemeine Bevölkerung Bescheid weiß: von Yakuza-Mitgliedern sollen sie sich fernhalten. Man darf keine Geschäfte mit ihnen machen.

Was sagen Nintendo-Spieler dazu?

In den Kommentaren auf Reddit bestätigen Fans, dass mehrere japanische Unternehmen diese Klausel in ihre Verträge aufnehmen. Andererseits wird aber auch die Spielreihe Yakuza angesprochen. Einige Spieler würden die Reihe gern auch auf der Switch haben und witzeln nun darüber ob der Vertrag Nintendo die Portierung erschweren würde. Außerdem wird hinterfragt, wie wirksam eine solche Klausel ist. Kriminelle hätten wahrscheinlich wenig Skrupel einfach über ihre Verbindungen zur Yakuza zu lügen.

Yakuza sind beim familienfreundlichen Nintendo unerwünscht. Das geht aus einem neu aufgetauchten Vertrag hervor. Habt ihr schon etwas von der kuriosen Vertragsklausel gewusst? Schreibt es uns gern in die Kommentare auf Facebook!

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