Videospielkultur

„Hot Tub“-Streams: Twitch bietet Lösung, die alle glücklich stimmen dürfte

von Nathan Navrotzki (Dienstag, 25.05.2021 - 15:41 Uhr)

Twitch bezieht endlich Stellung zum Thema Hot Tubs. Bildquelle: Twitch / GloriaMatvien, Getty Images / AaronAmat
Twitch bezieht endlich Stellung zum Thema Hot Tubs. Bildquelle: Twitch / GloriaMatvien, Getty Images / AaronAmat

Nach Monaten der Debatten rund um die kontroversen „Hot Tub“-Streams, spricht Twitch nun endlich Klartext. Die Streams bleiben weiterhin auf der Plattform, jedoch innerhalb eines bestimmten Rahmens. Mit dieser Lösung sollte Jedem geholfen sein.

Wie reagiert Twitch auf das „Hot Tub“-Debakel?

„Hot Tub“-Streams auf Twitch waren die vergangenen Monate über ein besonders heikles Thema in der Community. Sollte Twitch die Pool-Streams der leicht bekleideten Damen verbieten oder hat diese Art von Content doch etwas auf der Plattform zu suchen? Den Twitch-Richtlinien nach verstoßen die Streams gegen keinerlei Nutzungsbedingungen, doch Twitch-Nutzer waren gespaltener Ansicht.

Auch innerhalb unserer Redaktion gab es dazu verschiedene Meinungen:

Nun gibt Twitch zum ersten Mal ein offizielles Statement zur Situation. In einem Blog-Eintrag stellt das Unternehmen noch mal klar, dass die Streams nicht gegen die Richtlinien von Twitch verstoßen, weil sie nicht als sexuelle Inhalte gelten. Die Begründung:

„(…) Obwohl wir Richtlinien über sexuell suggestive Inhalte haben, ist es keine Verletzung der Regeln von anderen als sexy empfunden zu werden, und Twitch wird keine Maßnahmen gegen Frauen (...) durchsetzen, aufgrund ihrer empfundenen Attraktivität.“

Dass sich Streamerinnen die Namen ihrer Zuschauer auf den Körper schreiben, sei demnach ebenfalls erlaubt.

Obwohl Twitch den Streamerinnen also klar ein Zu Hause auf seiner Plattform geben möchte, wird auch auf abgeschreckte Werbepartner und die Kritik der User eingegangen. Um die umstrittenen Streams besser von der Rubrik „Just Chatting“ zu trennen, gibt es für diese Inhalte nun eine ganz eigene Rubrik: Pools, Hot Tubs, and Beaches. Werbepartner können Werbung für die Rubrik ausschalten und Nutzer können die gesamte Rubrik als für sie uninteressant markieren.

Das Streichen der Werbeeinnahmen einer bekannten „Hot Tub“-Streamerin sei laut Twitch auch auf ein Problem mit seinen Werbepartnern zurückzuführen. In seltenen Fällen, wenn sich viele Werbepartner dazu entscheiden ihre Werbung von einem Kanal entfernen, werden Twitch-Partnern jegliche Werbeeinnahmen entzogen. Mit der Situation hätte die Plattform, nach eigenen Angaben, transparenter umgehen sollen.

Neue Twitch-Rubrik schon jetzt voller Parodien

Angenommen wird die neue Kategorie auf Twitch bisher gut – teilweise aber aus unerwarteten Gründen. Neben jungen Damen in Bikinis befinden sich unter der Rubrik nämlich auch eine Reihe anderer Live-Streams. Einer der beliebtesten Streams zeigt so zum Beispiel ein paar gerettete Otter beim fröhlichen Planschen im Wasser. Aber auch Onkel Iroh aus Avatar: Herr Der Elemente, Jesus und ein paar Hühner baden friedlich im Live-Stream vor sich hin.

Nach Monaten der Diskussion rund um Hot Tubs, meldet sich Twitch selbst zu Wort. Die Pool-Streams dürfen bleiben, bekommen aber ihre eigene Rubrik. Damit können sowohl Werbepartner als auch Nutzer der Plattform jegliche Streams dieser Art ignorieren. Was haltet ihr von der Lösung? Schreibt es uns gern sachlich in die Kommentare auf Facebook.

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