E3 2021

E3 – Gamer zeigen sich von ihrer schlechtesten Seite

von Nathan Navrotzki (Mittwoch, 16.06.2021 - 09:54 Uhr)

Gamer haben die Community auf der E3 blamiert. Bildquelle: Pexels / Jaroslav Nymburský, Getty Images / SIphotography
Gamer haben die Community auf der E3 blamiert. Bildquelle: Pexels / Jaroslav Nymburský, Getty Images / SIphotography

Auf dem Online-Event der diesjährigen E3 kam es vermehrt zu unschönen Vorfällen. Zuschauer haben sich immer wieder daneben benommen, die Veranstalter zu wenig moderiert. Ein Mix, der bei Vielen einen bitteren Eindruck hinterlässt.

E3 und der Chat: Was ist passiert?

Die E3 2021 ist in Sack und Tüten. Heiß erwartete Spiele haben endlich mehr Infos erhalten, Neuankündigungen wurden vorgestellt und eine Reihe nichtssagender Trailer veröffentlicht. Doch wer in diversen Chats der Livestreams unterwegs war, hat noch eine ganz andere Seite des Events entdecken können – wenn auch eine sehr unschöne.

Wie Kotaku berichtet, seien die Chaträume nämlich alles andere als angenehm gewesen. Auf der einen Seite seien toxische Gamer besonders penetrant gewesen – mit frauenfeindlichen, rassistischen, queerfeindlichen und allgemein diskriminierenden Kommentaren. Egal wer moderiert hat, es wurde anscheinend immer versucht etwas zu finden, worüber sich die Chat-Schreiber lustig machen konnten.

Auf der anderen Seite hätten aber auch die Veranstalter der vielen Streams beim Moderieren der Chats versagt. Die einzelnen Publisher sowie der E3-Stream hätten demnach alle ihren eigenen Weg gefunden, das Chat-Problem in den Griff zu bekommen – oder eben nicht.

Wie haben sich welche Präsentationen geschlagen?

Es begann mit der Pre-Show der Ubisoft Forward, die mit einem Segment zum Thema Gaming mit Behinderung eigentlich eine positive Message senden und Sichtbarkeit für die Thematik ermöglichen wollte. Doch der Chat wurde schnell überrannt mit Kommentaren darüber, dass das Thema unwichtig und langweilig sei. Es fielen außerdem mehrere rassistische Kommentare, wie Streamer Dominick Evans auf Twitter schreibt. Ubisoft hat daraufhin den YouTube-Chat stillgelegt, auf Twitch durften nur noch Subscriber kommentieren.

Geoff Keighley’s The Game Awards-Kanal entschied sich ebenfalls für dieses Vorgehen. Anscheinend wurde jedoch vergessen ein Feature auszustellen, durch das Zuschauer auch kommentieren können, wenn sie keine Subscriber sind. Wer lang genug im Stream war, wurde mit Channel Points belohnt und konnte dann trotzdem den Chat mit sinnvollen Inhalten wie dem Wort „SEXO“ spammen.

Im offiziellen Twitch-Stream kam es unter anderem zu abwertenden Kommentaren über das Gewicht einer Moderatorin. Mit dem Löschen dieser Aussagen kam man nicht hinterher. Auch die PC Gaming Show moderierte den Chat viel zu wenig. Hier kam es zu rassistischen Emotes und Kommentaren.

Am schlimmsten geschlagen hatte sich, laut Kotaku, der offizielle E3-Channel. Trotz des hohen Ansturms von über 100.000 Zuschauern, gab es hier keine klaren Chatregeln oder Einschränkungen zum Kommentieren. Gamer hatten ohne Ende sexistische, rassistische und transfeindliche Kommentare gespammt, ohne Konsequenzen. Der schlechte Ruf der Gaming-Community wird durch einen Blick auf solche Kommentare nur bestärkt. Traurig, dass sich die Community hier mal wieder von ihrer schlechtesten Seite gezeigt hat.

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