Pokémon - Schwert & Schild

Pokémon: Leaker werden zu gigantischer Geldstrafe verurteilt

von Nathan Navrotzki (Mittwoch, 23.06.2021 - 12:39 Uhr)

Wenn Pikachu wütend wird, müssen Leaker tief in die Taschen greifen. (Bildquelle: Getty Images / Devenorr)
Wenn Pikachu wütend wird, müssen Leaker tief in die Taschen greifen. (Bildquelle: Getty Images / Devenorr)

The Pokémon Company zieht zwei Pokémon-Leaker vor Gericht. Die beiden Männer werden zu einer riesigen Geldstrafe verdonnert, die einem die Sprache verschlägt. Was die zwei verbrochen haben und wie viel sie nun blechen müssen, erfahrt ihr hier.

So teuer können Pokémon-Leaks sein

Mittlerweile ist es ein ungeschriebenes Gesetz: Ein neues Pokémon-Spiel steht in den Startlöchern – und online gibt es schon dutzende Leaks. Im November 2019 war dieses Phänomen besonders gut zu beobachten: Kurz vor der Veröffentlichung von Pokémon Schwert & Schild tauchten immer mehr glaubwürdige Bilder von bisher unbekannten Pokémon im Internet auf. Spätestens zum Release des Spiels stellte sich heraus, dass es sich bei diesen Bildern um reale Leaks gehandelt hat.

Was Fans damals unglaublich gefreut hat – nicht zuletzt, weil Nintendo die neuen Pokémon bis zur letzten Sekunde versucht hatte geheim zu halten – wird den Leakern nun zum Verhängnis, wie Kotaku berichtet.

Die beiden Tatverdächtigen wurden nun nämlich im Gericht zu einer Geldstrafe von jeweils 150.000 US-Dollar, also knapp 125.000 Euro, verurteilt. Und das nicht, weil TPC den Rechtsstreit für sich gewonnen hat, sondern weil die Angeklagten sich für einen Prozessvergleich entschieden haben, der den Prozess frühzeitig beendet. Hätte Nintendo eindeutig gewonnen, wäre es wahrscheinlich zu einer noch höheren Summe gekommen.

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Wer sind die Leaker?

Um die Identitäten der Leaker aufzudecken, hatte The Pokémon Company spezielle Experten angeheuert. Diese konnten die Täter allein über Seiten wie Reddit und Discord zurückverfolgen und herausfinden, wer sie sind.

Bei einem der vermeintlichen Leaker handelt es sich demnach um einen Angestellten der Druckerei, die die Guides zum Spiel produziert hatte. Sein Komplize war ein guter Freund, der das Ganze dann wohl ins Internet stellte.

Bei den strengen Auflagen von The Pokémon Company an seine Vertragspartner ist es verwunderlich, dass diese Leaks trotzdem vor Release aufgetaucht sind. Alle Vertragspartner, auch Angestellte der Druckerei, musste NDAs, also Geheimhaltungsvereinbarungen unterschreiben und durften weder mit Handy noch mit Kamera in die Nähe der Guides.

Die beiden Leaker, die neue Taschenmonster vor dem Release von Pokémon Schwert & Schild im Netz veröffentlicht hatten, werden nun zur Rechenschaft gezogen. Knapp 125.000 Euro Strafe müssen die beiden Tatverdächtigen nun an The Pokémon Company zahlen. Was haltet ihr davon? Seht ihr darin eine verdiente Strafe oder ist das doch ein wenig zu hart? Schreibt es uns gern in die Kommentare auf Facebook!

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