Videospielkultur

Kampfansage an Lootboxen: Gesetz soll verhasstes Feature stärker einschränken

von Mandy Strebe (Mittwoch, 14.07.2021 - 13:59 Uhr)

Lootboxen wird der Kampf angesagt. Für einige Spiele könnte das schlimmes bedeuten. Bildquelle: EA, Activision Blizzard, Getty Images/MangoStar_Studio.
Lootboxen wird der Kampf angesagt. Für einige Spiele könnte das schlimmes bedeuten. Bildquelle: EA, Activision Blizzard, Getty Images/MangoStar_Studio.

In Australien herrschen die strengsten Gesetze und Vorschriften, wenn es um das Thema Videospiele und Jugendschutz geht. Dort soll es den umstrittenen Lootboxen künftig noch stärker an den Kragen gehen.

Lootboxen erst ab 18 Jahren

Ein unabhängiger Abgeordneter des australischen Parlaments plant ein scharfes Gesetz für die weltweit umstrittenen Lootboxen in Videospielen (Quelle: Gamesindustry). Er möchte seinen Gesetzesentwurf noch im August vorstellen.

Damit würden Kinder davor geschützt, Spiele zu spielen, die glücksspielähnliche Mechanismen beinhalten. Solche finden sich zu Genüge in Blockbustern wie FIFA 21, NBA 2K21 und vielen weiteren.

Laut dem Gesetzesvorschlag würden alle diese Spiele künftig mit einem 18er-Rating versehen werden. Zusätzlich sollen solche Spiele dann detaillierte Hinweise auf die genauen Inhalte erhalten, wie wir es zum Beispiel schon von Spielen mit unangemessener Sprache und weiterem kennen.

Der federführende Abgeordnete Andrew Wilkie ist besorgt, dass Lootboxen Kinder schon sehr früh in einem positivem Kontext an Glückspielmechanismen heranführen, auch wenn die Spielentwickler dies gar nicht beabsichtigen.

Wie werden Lootboxen in Deutschland behandelt?

Dieser sehr scharfe Vorstoß für Australien hat natürlich keinerlei Auswirkungen auf die Ratings hierzulande. Doch wie werden Lootboxen zurzeit eigentlich in Deutschland vom Jugendschutz bewertet?

Auch bei uns wird den Lootboxen in FIFA und Co. mehr und mehr der Kampf angesagt (Quelle: Gameswirtschaft). Allerdings ist eine klare Kategorisierung als „ab 18 Jahren“ noch lange nicht in Sicht. In Deutschland kann eine solche Alterseinstufung zwar auch geschehen, allerdings nur, wenn der Spieleentwickler besondere Voreinstellungen für Kinder und die standardmäßige Deaktivierung für Lootboxen ignoriert.

Sind solche Jugendschutzmaßnahmen vorhanden, erhalten die Videospiele lediglich einen Hinweis, dass sich solche Inhalte in dem Spiel befinden.

Da auch dieses Gesetz noch sehr frisch ist, bleibt abzuwarten, wie die USK solche Fälle in der Praxis in Zukunft behandelt.

Es kann auch anders herum gehen: Diese Bilderstrecke zeigt Spiele, die wieder vom Index geflogen sind:

Was sagt ihr dazu, dass Spiele mit Lootboxen in Australien nur noch ab 18 Jahren erhältlich sein sollen? Ist das übertrieben? Oder wichtiger Jugendschutz? Lasst uns eure Meinungen dazu gerne in den Kommentaren auf Facebook wissen.

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